Gedenken mit Lesung

Bericht vom Infostand zum Holocaust-Gedenktag

In jedem Jahr ein Infostand zum Holocaust-Gedenktag – ist das nicht ein bloßes Ritual? Nein, denn wir legen immer wieder einen anderen Schwerpunkt. In diesem Jahr ging es um Lyrik, um Gedichte und Lieder von Ilse Weber, die 1942 in das KZ Theresienstadt deportiert und im Herbst 1944 in Auschwitz ermordet wurde. Es ist uns wichtig, das Gedenken auch auf die Straße zu tragen, damit auch diejenigen, die keine Saalveranstaltungen besuchen, vom Gedenktag erfahren.

Dem Anlass angemessen hatten wir unseren Stand mit weißen Rosen dekoriert, es gab recht viel Interesse.

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Infostand und Lesung

Aktion zum Holocaust-Gedenktag 2026

Wie in jedem Jahr sind wir auch 2026 zum Holocaust-Gedenktag in Gummersbach mit einem Infostand in der Gummersbacher Innenstadt. So möchten wir auch die Menschen erreichen, die keine Gedenkveranstaltungen besuchen. In diesem Jahr sind wir am Samstag, den 24. Januar 2026, von 11 bis 14 Uhr vor der Alten Vogtei (Kaiserstr. 19). In der Zeit von 12 bis 13 Uhr findet eine öffentliche Lesung von Gedichten von Ilse Weber statt.

Wer war Ilse Weber?

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„Nicht gemütlich“

Rückblick und Ausblick zum Jahreswechsel 2025/26

Das wird nicht gemütlich.“ So hieß es – bezogen auf das, was in 2025 zu erwarten war – in unserem Redebeitrag bei der Menschenkette der „OMAS GEGEN RECHTS“ am 8. Februar.

Eine Woche zuvor hatte die ungeheuerliche Abstimmung im Bundestag stattgefunden, bei der die CDU/CSU eine populistische und menschenrechtsfeindliche Entschließung gemeinsam mit der AfD durchsetzen wollte. Und es gab dieses unsägliche Video-Telefonat von Alice Weidel und Elon Musk, in dem der reichste Mann der Welt den deutschen Rechtsextremen seine Unterstützung zusagte. Beides hat die Menschen auch im Oberbergischen empört – statt der erwarteten zweihundert waren es zweitausend Demokratinnen und Demokraten, die am 8. Februar ein deutliches Zeichen setzten.

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Marienheide: „Demokratie funktioniert, wenn demokratische Kräfte zusammenstehen“

Nach der konstituierenden Sitzung am 4. November stand für den Gemeinderat am 16. Dezember 2025 die Beratung des Haushalts an. Der CDU stand als stärkster Fraktion die erste Haushaltsrede zu – und Fraktionsvorsitzende Katharina Kronenberg leitete ihre Rede mit einer erfreulich klaren „Politische[n] Standortbestimmung“ ein:

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Stolperstein für Klara Raffelsieper

Am Tag der Menschenrechte gedenkt Wipperfürth der Opfer der Krankenmorde in der Zeit des Nazi-Faschismus. Schon vor einem Jahr wurde in Kreuzberg eine Stolperschwelle für 44 Opfer vor dem ehemaligen Liebfrauen-Kloster verlegt, jetzt wurde vor dem Rathaus ein Stolperstein für Klara Raffelsieper verlegt, die auch im Rahmen der Aktion „T4“ ermordet wurde.

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Erste Ratssitzung in Gummersbach

Am 3. Dezember fand die konstituierende Sitzung des Gummersbacher Stadtrats statt. Sie verlief eher unspektakulär – alles war im Vorfeld abgesprochen, alle Abstimmungen waren einstimmig (also auch mit Zustimmung der AfD). Als dann aber die Stadtverordneten für ein Gruppenfoto nach draußen gebeten wurden, setzten die Fraktionen von Grünen und Linken ein starkes Zeichen: Sie blieben auf ihren Plätzen, denn sie wollten deutlich machen, dass die Rechtsextremen keine Partei sind, neben der man freundlich lächelnd „Normalität“ demonstriert. Vielen Dank dafür!

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Friedensmarsch in Bergneustadt

Beim diesjährigen Friedensmarsch in Bergneustadt haben wir uns mit unserem Banner beteiligt. Hier der Bericht von Oberberg-Aktuell:

Foto: Michael Kleinjung (bearbeitet)

Unser Text konnte aus Zeitgründen nicht mehr vorgetragen werden, deshalb hier unsere „ungehaltene Rede“:

„Friedensmarsch gegen Gewalt, Terror, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit – und natürlich gegen die Kriege in der Welt“ – ist das nicht ein sperriger Titel? Ist das nicht einfach nur ein Sammelsurium?Nein – all das gehört zusammen! Ich will das aus meiner Sicht als Vorsitzender von „Oberberg ist bunt“ begründen:

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„Wenn du helfen kannst, musst du helfen!“

Am Vormittag des 9. November 2025 wurde die Ausstellung „Keine Zeit für Tränen“ über die mutige Niederländerin Geertruida Wijsmuller-Meijers, die 10.000 jüdische Kinder vor den Nazis rettete, in den Räumen der VHS Gummersbach feierlich eröffnet.

Die Ausstellung wird in Kooperation der VHS Gummersbach, des Netzwerks gegen Rechts im Oberbergischen Kreis und des Vereins „Unser Oberberg ist bunt, nicht braun!“ gezeigt

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Klare Worte in Wipperfürth

Bei der konstituierenden Sitzung des Wipperfürther Stadtrates am 4. November 2025 hatte die Bürgermeisterin in ihrer ansonsten sehr guten Rede die neu im Rat vertretene AfD-Fraktion völlig unnötigerweise gesondert willkommen geheißen.

Dagegen legte Stadtrat Stefan Klett (CDU) in einer persönlichen Erklärung am Ende der Sitzung mit deutlichen Worten Widerspruch ein. Vielen Dank für die klare Haltung!

Die komplette Sitzung ist hier (auf youtube) zu sehen. Die Rede der Bürgermeisterin beginnt ab etwa 16:40, die persönliche Erklärung von Herrn Klett ab 2:11:30

Hier die persönliche Erklärung zum Nachlesen (aus dem Transkript zum Video):

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Die neuen Räte treten zusammen

Ab dem 1. November kommen in allen Kommunen die neu gewählten Räte zu ihren ersten Sitzungen zusammen. In fast allen Räten (außer in Engelskirchen und in Lindlar) und im Kreistag ist die rechtsextreme AfD neu oder verstärkt vertreten. Wir hatten deswegen die demokratischen Mandatsträger*innen persönlich angeschrieben.

Alle Sitzungen sind öffentlich. Zuschauerinnen und Zuschauer haben kein Rederecht, aber sie können mit ihrer Anwesenheit denen den Rücken stärken, die eine klare Kante gegen Rechtsaußen zeigen.

Hier die Termine der ersten Sitzungen im Kreis:

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Post an die Ratsmitglieder: „Gemeinsam für Demokratie in Oberberg“

Wie abzusehen war, ist die rechtsextreme AfD bei der Kommunalwahl im September 2025 auch im Oberbergischen in viele Stadt- und Gemeinderäte eingezogen (mehr dazu in unserer Wahlanalyse). Wie sollen die demokratischen Fraktionen jetzt mit den Rechtsextremen umgehen? Steht die „Brandmauer“?

Wir haben deshalb Anfang Oktober alle demokratischen Rats- und Kreistagsmitglieder (also nicht die der AfD!) im Kreis persönlich angeschrieben – das waren über 400 Briefe!

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