Starker Protest gegen die AfD

Seit die AfD in Gummersbach-Vollmerhausen eigene Räumlichkeiten hat, gibt es dort auch überregionale Veranstaltungen. So richtig klar ist nicht, ob die Räume der AfD Oberberg gehören oder ob es ein „Wahlkreisbüro“ von Eugen Schmidt ist. dem von der anderen Rheinseite zugezogenen AfD-Bundestagsabgeordneten. Am Samstag, den 21. Oktober 2023, hatte Eugen Schmidt die „Russlanddeutschen für die AfD NRW“ dorthin zu einem Herbsttreffen eingeladen. Gast war sein „geschätzter Kollege“ Matthias Helferich.

Das blieb natürlich nicht ohne Gegenwehr der demokratischen Öffentlichkeit. Wir hatten 50 bis 100 Personen für eine Kundgebung angemeldet – und wir waren dann überwältigt davon, dass sich 200 Demokratinnen und Demokraten zu einem bunten Protest gegenüber dem AfD-Büro versammelten.

Bei dem schmalen Bürgersteig wäre ein Weitwinkel-Objektiv nötig gewesen, um alle Protestierenden auf ein Bild zu bekommen!
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Extrem Rechter bei der AfD Oberberg

Matthias Helferich wird von Eugen Schmidt nach Gummersbach eingeladen!

Als hätte die AfD – auch im Oberbergischen – nicht schon genug Belege für ihre extrem rechte Ausrichtung geliefert. Jetzt muss sie ausgerechnet hier bei uns noch eins draufsetzen: Sie lädt den Extremisten Matthias Helferich nach Vollmerhausen ein. Er soll den „Russlanddeutschen für die AfD“ „Einblicke in die Partei“ geben und „Aufstiegschancen aufzeigen“. Dagegen müssen wir deutlich unsere Stimme erheben!

Hier unser Aufruf zum Protest mit weiteren Informationen:

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Klimaschutz für eine solidarische Welt!

Auch in Lindlar gab es eine Aktion zum Klimastreiktag am 15. September. Erfreulich gut war die Beteiligung, bedauerlich war, dass erst so wenige der dringend notwendigen Maßnahmen zum Schutz des Klimas vom Staat angegangen werden. Es bleibt bei dem, was Niel Young sang: „Who’s gonna stand up? ME and YOU!“. (Den Song trug die Gruppe „Unisono“ vor.)

Wir von „Oberberg ist bunt“ waren mit unserem Transparent und einem Redebeitrag dabei.

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Gemeinsam gegen Rechts!

Redebeitrag beim Festival „Love Music! Hate Fascism!“ am 5. 8. 2023 in Gummersbach

Wir waren zu Gast beim Festival „Love Music! Hate Fascism!“, das mit einem bunten, lauten Musikprogramm am 5. August im Stadtgarten in Gummersbach von „Oberberg steht auf gegen Rechts“ veranstaltet wurde. Wir waren eingeladen, einen Stand zu machen und einen Redebeitrag zu halten. Beides fand guten Anklang. Den Redebeitrag dokumentieren wir hier:

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„Never again!“

Stolpersteine in Ruppichteroth

Am 3. Juni 2023 wurden in Ruppichteroth – nach der ersten Verlegung im Jahr 2019 – achtzehn weitere Stolpersteine für jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger aus der Gemeinde verlegt, die von den Nazis ermordet oder zur Flucht gezwungen worden waren. Angehörige und Nachkommen der Opfer waren aus Schweden und den USA angereist, um an der Verlegung der Stolpersteine durch Gunther Demnig teilzunehmen.

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„Wo man Bücher verbrennt, da verbrennt man später auch Menschen“

Diese düstere Vorahnung schrieb Heinrich Heine 1821 nieder. Sie bewahrheitete sich grausam, als in Deutschland fünf Jahre nach der Bücherverbrennung die Synagogen in Flammen standen und dann wenige Jahre später die Krematorien der Vernichtungslager Millionen Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma zu Asche werden ließen.

Am 10. Mai 1933 verbrannten die Nationalsozialisten auf öffentlichen Scheiterhaufen tausende Werke der deutschen Literatur und Wissenschaft. Zur Erinnerung an diese Barbarei veranstalteten „Unser Oberberg ist bunt, nicht braun!“ und die Mayersche Buchhandlung (Gummersbach) gemeinsam eine Lesung von Autorinnen und Autoren, deren Werke am 10. Mai 1933 als „Undeutscher Geist“ verbrannt wurden.

Das Programm der Lesung umspannte ein breites Spektrum von Joachim Ringelnatz zu Nelly Sachs, von Sigmund Freud zu Bertolt Brecht, es sollte einen Eindruck davon vermitteln, wie viel Kultur die NS-Regierung den Deutschen vorenthalten wollte.

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Ratsmehrheit bleibt bei Hindenburg

Stellungnahme zur Hauptausschusssitzung am 19.04.2023, 18:00 Uhr im Ratssaal

Zu Tagesordnungspunkt 2 (öffentlich)

Einwohneranregung zur Umbenennung der Hindenburgstraße in „Unter den Linden“

Bei der Einwohneranregung zur Umbenennung der Hindenburgstraße in Gummersbach geht es nur um diese Straße, nicht um andere Straßen, die nach Namen von fragwürdigen Personen benannt sind. Der Einreicher der Einwohneranregung, Gerhard Jenders, der die Anregung in seiner Funktion als Vorsitzender des Vereins „Unser Oberberg ist bunt – nicht braun!“ in den Hauptausschuss der Stadt Gummersbach eingebracht hat, erhielt die Gelegenheit die Absicht der Hauptgeschäftsstraße in Gummersbach ihren alten Namen „Unter den Linden“ zurückzugeben zu erläutern.

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Boykott gegen jüdische Geschäfte und Praxen

Stadtrundgang in Gummersbach zur Erinnerung und Mahnung

Ein sehr schöner Bericht über den Stadtrundgang ist bei Oberberg Aktuell erschienen.

Wir hatten 30 Anmeldungen für unseren Stadtrundgang mit Gerhard Pomykaj – dann gab es am 1.4.2023 Dauerregen. Klappt das trotzdem? Sollten wir absagen? Wir haben nicht abgesagt und es kamen statt der 30 über 40 Menschen, um zu erfahren, was damals in Gummersbach geschah und um zu zeigen, dass wir die Verbrechen der Nazis nicht vergessen dürfen, damit so etwas nie wieder geschehen kann.

Treffpunkt war der Wilhelm-Heidbreder-Platz. Wegen des Wetters verlegten den Auftakt kurzerhand in den Eingangsbereich ders Ladenzentrums „Alte Post“.

Zunächst gab es allgemeine Einführungen zur Rolle des Antisemtismus:

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Reichstagswahlen vom 5.März 1933

Ein interessanter Einblick in die damalige Stimmung im Oberbergischen.

Nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler löste Hindenburg den Reichstag auf, für den 5. März 1933 wurden Neuwahlen angesetzt. Die Chancen der Parteien im Wahlkampf waren ungleich verteilt: Durch die Notverordnungen vom 2. Februar und insbesondere vom 28, Februar wurden die linken Parteien stark eingeschränkt, ihre Zeitungen waren verboten. Trotzdem brachten die Neuwahlen nicht das von den Nazis erhoffte Ergebnis: Trotz des Terrors gegen Kommunisten und Sozialdemokraten erhielten die linken Parteien beachtliche Anteile (SPD 18,3%, KPD 12,3%), die NSDAP verfehlte mit 43,9% die absolute Mehrheit.

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