Am Samstag, den 23.6. lud Kultur*Konter zum Festival „Love Music, Hate Fascism!“ in den Gummersbacher Stadtgarten. Es war ein Fest für Demokratie, Vielfalt und Zusammenhalt mit Musik von regionalen Bands und einem Markt der Vielfalt. Zusammen mit den Omas gegen Rechts haben wir Unterschriften für den NRW Appel AfD-Verbot.jetzt! gesammelt (NRW Appell – AfD Verbot jetzt!). Der 23. Mai war auch Aktionstag für die NRW-Kampagne. Der Tilly-Fisch, Maskottchen der Kampagne, kam am Nachmittag auch in den Gummersbacher Stadtgarten. „Wir sind mehr“ ist seine klare und zugleich fröhliche Botschaft.
Als Antifaschisten verurteilen wir von „Unser Oberberg ist bunt, nicht braun!“ die Schmierereien am CDU-Kreisbüro in Gummersbach.
Weil zwischen den Parolen an der Fassade auch die „161“ als Code für „Antifa“ steht, stellen wir Folgendes klar: Unser Grundgesetz ist im Mai 1949 als Antwort auf die Verbrechen des deutschen Faschismus formuliert worden, es ist in seinem Kern antifaschistisch. Antifaschismus ist eine demokratische Grundhaltung! Die Parolen auf dem Haus in der Fröbelstraße dagegen haben nichts mit Antifaschismus zu tun:
„Arbeitsplätze geraten unter Druck, Standorte werden verlagert, soziale Sicherheit wird infrage gestellt. Gleichzeitig sollen wir länger arbeiten, mehr leisten und mit weniger auskommen. Das machen wir nicht mit.“ So beginnt der Aufruf des DGB zum diesjährigen 1. Mai. – Das damit der Nerv der Arbeitenden getroffen wurde, zeigte die starke Teilnahme an der Kundgebung in Gummersbach: Der Bismarckplatz war voll!
Mahnwache für Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Vili Viorel Păun, Sedat Gürbüz, Kaloyan Velkov und Fatih Saraçoğlu, die am 19. Februar 2020 in Hanau einem rassistischen Anschlag zum Opfer fielen.
Auch in diesem Jahr haben wir wieder am 19. Februar eine Mahnwache für die Opfer des rassistischen Terrors von 2020 abgehalten. Wir müssen regelmäßig daran erinnern, denn Rassismus und Menschenfeindlichkeit werden zu einer immer größeren Gefahr für unsere Gesellschaft.
Schon am Vortag des offiziellen Auftakts zum NRW-Appell hatten wir am 7. Februar in Gummersbach einen Infostand zur Unterschriftensammlung. Wir waren etwas unsicher, wie das wohl läuft. Doch das Ergebnis war überwältigend:
Es waren von Anfang viele dabei, nicht nur zum unterschreiben, sondern auch um die Menschen in der Stadt anzusprechen. Und das klappte: Es gab großes Interesses, es gab viel positives Echo, es gab jede Minute neue Unterschriften. Gut, dass wir mit mehreren Listen parallel sammelten, da war die Wartezeit für die Unterschreibenden nicht so lang.
Eine Woche zuvor hatte die ungeheuerliche Abstimmung im Bundestag stattgefunden, bei der die CDU/CSU eine populistische und menschenrechtsfeindliche Entschließung gemeinsam mit der AfD durchsetzen wollte. Und es gab dieses unsägliche Video-Telefonat von Alice Weidel und Elon Musk, in dem der reichste Mann der Welt den deutschen Rechtsextremen seine Unterstützung zusagte. Beides hat die Menschen auch im Oberbergischen empört – statt der erwarteten zweihundert waren es zweitausend Demokratinnen und Demokraten, die am 8. Februar ein deutliches Zeichen setzten.