Bericht vom Infostand zum Holocaust-Gedenktag
In jedem Jahr ein Infostand zum Holocaust-Gedenktag – ist das nicht ein bloßes Ritual? Nein, denn wir legen immer wieder einen anderen Schwerpunkt. In diesem Jahr ging es um Lyrik, um Gedichte und Lieder von Ilse Weber, die 1942 in das KZ Theresienstadt deportiert und im Herbst 1944 in Auschwitz ermordet wurde. Es ist uns wichtig, das Gedenken auch auf die Straße zu tragen, damit auch diejenigen, die keine Saalveranstaltungen besuchen, vom Gedenktag erfahren.
Dem Anlass angemessen hatten wir unseren Stand mit weißen Rosen dekoriert, es gab recht viel Interesse.


Unser Flyer erinnerte an die Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 1945 und informierte über das Schicksal von Ilse Weber.
Pünktlich um 12 Uhr begannen wir mit der Lesung ausgewählter Texte von Ilse Weber.








Ohne Verstärker waren die Texte nur für einen kleinen Kreis zu hören, aber die Atmosphäre stimmte. Hier die Liste der verlesenen Gedichte (Link führt zum Text):
Ich wandre durch Theresienstadt
Das ist dir doch schon einmal geschehen
Blaue Stunde im Kinderkrankenzimmer
Schon während des Standes wurden einige der Rosen zum Simonsplatz gebracht und dort niedergelegt, die restlichen wurden nach Beendigung der Aktion dorthin gebracht.
