Auf dieser Seiten veröffentlichen wir Beiträge von Mitgliedern von „Unser Oberberg ist bunt, nicht braun!“ zu aktuellen Themen.
Für den Inhalt der Texte sind ausschließlich die Autor:innen selbst verantwortlich.
16. Februar 2026: Gerhard Jenders zur Rede des US-Außenministers Rubio in München
31. Januar 2026: Gedanken von Daniel Skambracks zum Gedicht „Seid gut zueinander“ von Ilse Weber, das am 24. Januar beim Stand zu Holocaust-Gedenktag gelesen wurde:
Seid gut zueinander
Anlässlich unseres Holocaust-Gedenkens am 24.1.2026 in Gummersbach haben wir Gedichte von Ilse Weber gelesen. Sie war eine jüdische Dichterin und Komponistin, die 1942 ins KZ Theresienstadt deportiert und im Oktober 1944 in Auschwitz ermordet wurde. Eine etwas ausführlichere Darstellung findet Ihr hier Infostand und Lesung – Unser Oberberg ist bunt, nicht braun!
Eines Ihrer Gedichte aus dem Buch „In deinen Mauern wohnt das Leid“ heißt „Seid gut zueinander“. Dieses Gedicht und die damit verbundene Bitte ist heute wieder aktuell.
Seid gut zueinander! Ist’s denn so schwer,
dem andren ein liebes Wort zu sagen,
ein wenig seine Bürde mitzutragen –
ist in euren Herzen es schon so leer?
Dies ist die Botschaft, die auch Jesus in seinen Aufforderungen zur Nächstenliebe eingefordert hat. Alle die sich auf Jesus und das Christentum berufen, sollten diese Botschaft in Ihrem Herzen tragen. Oder sich zumindest tagtäglich darum bemühen. Es ist doch wirklich nicht schwer, dem anderen ein liebes Wort zu sagen oder ein Lächeln zu gönnen. Oder sind wir schon so ausgebrannt, genervt und verzweifelt, dass wir nur noch auf uns selbst schauen können? Ist unsere Lebenslage so schlecht, dass wir als Gesellschaft die Bürde und Not unserer Mitmenschen nicht ein bisschen mittragen können.
Wir sind in unsrem Elend alle gleich,
wenn wir erst einmal dieses Tal durchwandern,
und der allein ist glücklich noch und reich,
dem Güte blüht und Liebe für den andern,
Wir sind vor dem Grundgesetz alle gleich und die Würde aller Menschen ist demzufolge unantastbar. Das gilt auch in Krisenzeiten wie der heutigen. Ilse Weber schreibt von der Erfüllung, die emphatische, hilfsbereite Menschen erfahren können. Wir erleben heute aber oft, dass Abwertung, Ablehnung, Unbarmherzigkeit und Hass den politischen und gesellschaftlichen Austausch prägen. Das schadet unserem Zusammenleben, unserem Wohlstand und unserem gesellschaftlichen Erfolg.
der gern von seinem Brot ein Stückchen bricht,
wenn seines Nachbarn Augen darum flehen,
und der die Stütze ihm verweigert nicht,
wenn er zu müde ist, allein zu gehen.
Statt zu teilen und einander zu helfen lassen wir uns einreden, dass „andere uns etwas wegnehmen“. Schutzsuchende „nehmen uns Wohnungen und Geld weg“, „stören die Bildung unserer Kinder“ und „das Stadtbild“, wird uns eingeredet. „Bedürftige ruhen sich in der sozialen Hängematte aus“. Das sind die Erzählungen von denen, die Menschen gegeneinander aufhetzen und damit wahre Missgunst säen statt jede und jeden zur Anteilnahme nach ihren Möglichkeiten zu ermuntern.
Seid zueinander gut in Wort und Tat!
Sonst schlägt uns diese Zeit zu tiefe Wunden.
Und jeder sei euch Freund und Kamerad,
durch gleiches Schicksal uns verbunden.
Die Zeit heute ist natürlich nicht vergleichbar mit Ilse Webers Gefangenschaft im KZ. Ihr Leid, ihre Not und die der anderen Menschen jüdischen Glaubens sowie anderer Verfolgter ist natürlich nicht zu vergleichen mit unseren heutigen Problemen. Das war einzigartig. Und dennoch erleben wir heute wieder Judenhass, Hass und Gewalt gegenüber vermeintlich Anderen. So fing es damals an. Wir leben in schwierigen Zeiten und viele machen sich Sorgen wegen ihrer persönlichen Verletzlichkeit. Nur sozialer Zusammenhalt kann die Stabilität und Widerstandskraft unserer Gesellschaft stärken. Wir sollten gut zueinander sein, um Wunden zu heilen und eine friedvolle, gerechte Gesellschaft zu schaffen.
12. Dezember 2025: Leserbrief von Gerhard Jenders zur Nichtteilnahme von GRÜNEN und LINKEN am Gruppenfoto bei der Gummersbacher Ratssitzung (eingereicht am 5.12.2025, in der Zeitung veröffentlicht am 12.12.2025)
5. Dezember 2025: Statement der Ortsverband Gummersbach von Bündnis 90 / Die GRÜNEN zum Kommentar von A. Arnold in der Lokalzeitung:
15. November 2025: Leserbrief von Gudrun Martineau zum Kommentar in der Lokalzeitung zur konstituierenden Ratssitzung in Reichshof
11. Mai: Leserbrief von Gudrun Martineau zum Übertritt eines FDP-Stadtrats in Bergneustadt zur AfD
5. März 2025: Offener Brief von Gudrun Martineau an Friedrich Merz
1. März 2025: Brief an Carsten Brodesser von Monika Wallbaum-Stöber und Ekkehard Stöber
28. Febuar 2025: Brief an Herrn Merz von Iris Traudisch und Hartmut Schröter
19. Februar 2025: Christine Bretz: Vor der Wahl
25. Januar 2025: Leserinnenbrief von Gudrun Martineau zum Artikel „Merz will Asyl-Votum auch mit der AfD“ vom 25.01.2025