Der 1. September als Antikriegstag erinnert an den 1. September 1939, als das faschistische Deutschland Europa in die Katastrophe stürzte. … Die Nazis hatten in ihrer Propaganda und in ihrem Handeln von Anfang an auf den Krieg hin gearbeitet.
Wir müssen gemeinsam gegen die extreme Rechte, also gegen die AfD auftreten. Nicht nur hier, nicht nur heute, sondern noch viel öfter und an noch viel mehr Orten. Und nicht nur wir, sondern auch unsere Kolleginnen und Kollegen, unsere Nachbarn, unsere Kinder und unsere Enkel. Dann können wir es schaffen, unseren Ort, unser Land, unseren Planeten bewohnbar und lebenswert zu erhalten. Es gibt keine Alternative!
Am Samstag, den 23.6. lud Kultur*Konter zum Festival „Love Music, Hate Fascism!“ in den Gummersbacher Stadtgarten. Es war ein Fest für Demokratie, Vielfalt und Zusammenhalt mit Musik von regionalen Bands und einem Markt der Vielfalt. Zusammen mit den Omas gegen Rechts haben wir Unterschriften für den NRW Appel AfD-Verbot.jetzt! gesammelt (NRW Appell – AfD Verbot jetzt!). Der 23. Mai war auch Aktionstag für die NRW-Kampagne. Der Tilly-Fisch, Maskottchen der Kampagne, kam am Nachmittag auch in den Gummersbacher Stadtgarten. „Wir sind mehr“ ist seine klare und zugleich fröhliche Botschaft.
An vielen Orten im Oberbergischen waren während der NS-Zeit Zwangsarbeitskräfte interniert. Die Baracken, in denen sie untergebracht waren, existieren nicht mehr. Erhalten sind die Gräber derjenigen, die die harten Arbeitsbedingungen und die schlechte Ernährung nicht überlebt haben.
Mahnwache für Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Vili Viorel Păun, Sedat Gürbüz, Kaloyan Velkov und Fatih Saraçoğlu, die am 19. Februar 2020 in Hanau einem rassistischen Anschlag zum Opfer fielen.
Auch in diesem Jahr haben wir wieder am 19. Februar eine Mahnwache für die Opfer des rassistischen Terrors von 2020 abgehalten. Wir müssen regelmäßig daran erinnern, denn Rassismus und Menschenfeindlichkeit werden zu einer immer größeren Gefahr für unsere Gesellschaft.
Die Lesung zum Holocaust-Gedenktag, die wir am 24. Januar auf der Straße vor der Vogtei in Gummersbach gemacht hatten, hallt noch nach. Einer der Texte von Ilse Weber war „Seid gut zueinander“. Hier einige Gedanken zu diesem Gedicht
In jedem Jahr ein Infostand zum Holocaust-Gedenktag – ist das nicht ein bloßes Ritual? Nein, denn wir legen immer wieder einen anderen Schwerpunkt. In diesem Jahr ging es um Lyrik, um Gedichte und Lieder von Ilse Weber, die 1942 in das KZ Theresienstadt deportiert und im Herbst 1944 in Auschwitz ermordet wurde. Es ist uns wichtig, das Gedenken auch auf die Straße zu tragen, damit auch diejenigen, die keine Saalveranstaltungen besuchen, vom Gedenktag erfahren.
Dem Anlass angemessen hatten wir unseren Stand mit weißen Rosen dekoriert, es gab recht viel Interesse.
Wie in jedem Jahr sind wir auch 2026 zum Holocaust-Gedenktag in Gummersbach mit einem Infostand in der Gummersbacher Innenstadt. So möchten wir auch die Menschen erreichen, die keine Gedenkveranstaltungen besuchen. In diesem Jahr sind wir am Samstag, den 24. Januar 2026, von 11 bis 14 Uhr vor der Alten Vogtei (Kaiserstr. 19). In der Zeit von 12 bis 13 Uhr findet eine öffentliche Lesung von Gedichten von Ilse Weber statt.
Eine Woche zuvor hatte die ungeheuerliche Abstimmung im Bundestag stattgefunden, bei der die CDU/CSU eine populistische und menschenrechtsfeindliche Entschließung gemeinsam mit der AfD durchsetzen wollte. Und es gab dieses unsägliche Video-Telefonat von Alice Weidel und Elon Musk, in dem der reichste Mann der Welt den deutschen Rechtsextremen seine Unterstützung zusagte. Beides hat die Menschen auch im Oberbergischen empört – statt der erwarteten zweihundert waren es zweitausend Demokratinnen und Demokraten, die am 8. Februar ein deutliches Zeichen setzten.
Am Tag der Menschenrechte gedenkt Wipperfürth der Opfer der Krankenmorde in der Zeit des Nazi-Faschismus. Schon vor einem Jahr wurde in Kreuzberg eine Stolperschwelle für 44 Opfer vor dem ehemaligen Liebfrauen-Kloster verlegt, jetzt wurde vor dem Rathaus ein Stolperstein für Klara Raffelsieper verlegt, die auch im Rahmen der Aktion „T4“ ermordet wurde.
Unser Text konnte aus Zeitgründen nicht mehr vorgetragen werden, deshalb hier unsere „ungehaltene Rede“:
„Friedensmarsch gegen Gewalt, Terror, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit – und natürlich gegen die Kriege in der Welt“ – ist das nicht ein sperriger Titel? Ist das nicht einfach nur ein Sammelsurium?Nein – all das gehört zusammen! Ich will das aus meiner Sicht als Vorsitzender von „Oberberg ist bunt“ begründen: