Kategorie: Holocaust

Gedenken mit Lesung

Bericht vom Infostand zum Holocaust-Gedenktag

In jedem Jahr ein Infostand zum Holocaust-Gedenktag – ist das nicht ein bloßes Ritual? Nein, denn wir legen immer wieder einen anderen Schwerpunkt. In diesem Jahr ging es um Lyrik, um Gedichte und Lieder von Ilse Weber, die 1942 in das KZ Theresienstadt deportiert und im Herbst 1944 in Auschwitz ermordet wurde. Es ist uns wichtig, das Gedenken auch auf die Straße zu tragen, damit auch diejenigen, die keine Saalveranstaltungen besuchen, vom Gedenktag erfahren.

Dem Anlass angemessen hatten wir unseren Stand mit weißen Rosen dekoriert, es gab recht viel Interesse.

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Infostand und Lesung

Aktion zum Holocaust-Gedenktag 2026

Wie in jedem Jahr sind wir auch 2026 zum Holocaust-Gedenktag in Gummersbach mit einem Infostand in der Gummersbacher Innenstadt. So möchten wir auch die Menschen erreichen, die keine Gedenkveranstaltungen besuchen. In diesem Jahr sind wir am Samstag, den 24. Januar 2026, von 11 bis 14 Uhr vor der Alten Vogtei (Kaiserstr. 19). In der Zeit von 12 bis 13 Uhr findet eine öffentliche Lesung von Gedichten von Ilse Weber statt.

Wer war Ilse Weber?

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„Wenn du helfen kannst, musst du helfen!“

Am Vormittag des 9. November 2025 wurde die Ausstellung „Keine Zeit für Tränen“ über die mutige Niederländerin Geertruida Wijsmuller-Meijers, die 10.000 jüdische Kinder vor den Nazis rettete, in den Räumen der VHS Gummersbach feierlich eröffnet.

Die Ausstellung wird in Kooperation der VHS Gummersbach, des Netzwerks gegen Rechts im Oberbergischen Kreis und des Vereins „Unser Oberberg ist bunt, nicht braun!“ gezeigt

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Wo die Liebe verboten wird, endet die Menschlichkeit

Vor 90 Jahren wurden die „Nürnberger Gesetze“ beschlossen

Im September 1935 – die Nazis waren seit zweieinhalb Jahren an der Macht – fand in Nürnberg der siebte Parteitag der NSDAP statt. Beschlossen wurden dort am 15. September 1935 unter anderem zwei Gesetze:

  • das „Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“ und
  • das „Reichsbürgergesetz“
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Gedenken an den Genozid an den Sinti und Roma

Der 2. August ist der Europäische Gedenktag an den Genozid an den Sinti und Roma. Auf dem Friedhof in Denklingen ist eine junge Romni bestattet, die 1939 von den Nazis aus ihrer Heimat in Österreich verschleppt wurde und im KZ Ravensbrück Zwangsarbeit leisten musste. Sie hat das überlebt, war aber schwer krank und wurde im damaligen DP-Hospital behandelt. Trotz der Pflege ist sie schließlich dort gestorben.

Es war jetzt wohl das erste Mal seit ihrem Tod vor fast 75 Jahren, dass am Grab von Magdalena Horvarth Blumen niedergelegt und Worte des Gedenkens gesprochen wurden.

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80 Jahre danach – eine Woche der Gedenktage

Anfang April gibt es zahlreiche Jahrestage:

  • den 80. Jahrestag der Ermordung von Dietrich Bonhoeffer im KZ Flossenbürg am 9. April 1945
  • den 80. Jahrestag der Ermordung von Georg Elser im KZ Dachau am 9. April 1945
  • den 80. Jahrestag vieler Endphasenverbrechen, bei denen die Nazis an vielen Orten in den letzten Tagen ihrer Macht ihre Gegner, aber auch Unbeteiligte, ermordet haben – auch bei uns in Lindlar.

aber auch:

  • die 80. Jahrestage des Einmarsches der US-Truppen in den Oberbergischen Gemeinden
  • der 80. Jahrestag der Befreiung des KZs Buchenwald
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