Am 19. Februar 2020 ermordete ein aufgehetzter Rassist in Hanau Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun und Fatih Saraçoğlu.
An dieses Verbrechen haben wir am 19. Februar 2025 mit einer Mahnwache auf dem Lindenplatz in Gummersbach erinnert.
Wie schon der Stammtisch in Denklingen am 5. Februar war auch die AfD-Veranstaltung am 7. Februar von deutlichem und lautem Protest begleitet. Trotz der Kälte standen an die 100 Menschen an der Straße gegenüber. Mit dabei war die neu konstituierte Antifa-Jugend OBK.
Marc Raschke – Journalist, Kommunikator, Influenzer – war nach Gummersbach gekommen, um sein Buch „Du hast die Wahl“ vorzustellen. Der Termin war kurzfristig möglich geworden, viel Zeit für Werbung war nicht – aber der Saal war übervoll!
Am 23. Februar stehen in Nordrhein-Westfalen 18 Parteien auf dem Stimmzettel, davon sind 6 als extrem rechts, rechtspopulistisch oder rechtsoffen zu bezeichnen.
Wir waren enttäuscht und entsetzt über Abstimmungsverhalten des oberbergischen CDU-Bundestagsabgeordneten Brodesser im Deutschen Bundestag bei den Sitzungen am Mittwoch (29.1.25) und am Freitag (31.1.25) und haben ihm unsere Stellungnahme in Form eines offenen Briefes übermittelt.
Am Freitag, den 7.2.2025, gibt es ab 18. 30 Uhr wieder Protest vor dem AfD-Büro in Gummersbach-Vollmerhausen. Der Grund ist wieder einmal ein Veranstaltung der extrem Rechten, wieder mal hat die AfD gruselige Gestalten eingeladen:
Unser Abend „Asyl, Migration und Menschenwürde“ am 29. Januar 2025 bildete einen wohltuenden Kontrast zu dem Tabubruch der am Nachmittag von der CDU gemeinsam mit AfD und FDP im Bundestag beschlossenen Entschließung.
In Holpe haben Bürgerinnen und Bürger ein starkes Zeichen gegen rechts (und das direkt danebenstehende AfD Wahlplakat gesetzt). „Wir haben gestern als Zusammenschluss des Dorfes Holpe und umliegenden Anwohnern Banner gestaltet und diese heute zum Holocaustgedenktag aufgehangen. Alles mit Genehmigung der Gemeinde natürlich.“ schreibt Franzika, eine der Aktiven.
Natürlich haben wir auch in diesem Jahr auf der Straße an den Holocaust-Gedenktag erinnert. Am Samstag, den 25.1.2025, hatten wir einen Infostand auf dem Lindenplatz in Gummersbach. Unsere Sorge, dass die Menschen durch den Wahlkampf „übersättigt“ sein könnten, war unbegründet: Wir hatten viele Gespräche mit Interessierten, viele nahmen unsere Flyer (s.u.) mit, viele haben unsbestätigt: Es ist gerade jetzt nötig, aktiv gegen Rechts zu sein!
Vor einem Jahr standen wir am 19. Januar mit 700 Menschen vor dem AfD-Büro in Gummersbach-Vollmerhausen, eine Woche später waren wir 2000 in der Gummersbacher Innenstadt. Im ganzen Land gingen Hundertausende gegen die unmenschlichen Deportationspläne der AfD und anderer extrem Rechter auf die Straßen. Und jetzt?
Mit der Aktion „Zeichen setzen“ wollen wir bis zur Bundestagswahl regelmäßig klare Statements für Demokratie und Vielfalt, gegen Hass und Rassismus auf Instagram und Facebook veröffentlichen (auf „X“ sind wir schon lange nicht mehr). Für diejenigen, die diese Medien nicht nutzen, veröffentlichen wir die Statements auch hier (zeitgleich mit den Veröffentlichungen in Social Media):
Der Beginn des Jahres 2024 war geprägt von den großen Demonstrationen und Aktionen gegen die Deportationspläne der AfD und anderer Rechtsextremer. Auch in Oberberg wurden breite Bündnisse der Demokratinnen und Demokraten aktiv, sogar der Karneval wurde vielerorts zu einem Statement für Vielfalt und gegen Rechts. Bedauerlich waren Einzelfälle, bei denen versucht wurde, Teile der Engagierten als „linksextrem“ zu diffamieren und „der Antifa“ undemokratische Ziele zu unterstellen. So etwas führt zur Schwächung der Bündnisse für Demokratie. Gerade im Rückblick auf die Vorgeschichte der NS-Diktatur muss klar sein: Antifaschismus bleibt Bürger:innen-Pflicht für alle Demokratinnen und Demokraten!