Sonntag, 14. September 2025 – 21.30 Uhr
Die Landratswahl ist ausgezählt, die Kreistagswahl auch. Ja, die Ergebnisse sind gruselig – in beiden Fällen fast 20% die die extreme Rechte. Vergleiche mit der letzten Kommunalwahl sprechen von einer Vervielfachung der AfD-Ergebnisse.
Aber: Wenn wir auf die Bundestagswahl am Anfang diesen Jahres blicken, dann können wir trotz aller schrecklichen Zunahme des Rechtstrends sagen: Die Bäume der AfD wachsen nicht in den Himmel!
So schlimm das heutige Ergebnis für die Arbeit im Kreistag und in den Stadt- und Gemeinderäten auch ist: Es sieht so auch, als habe der Aufwärtstrend der Rechtsextremen einen Dämpfer erhalten.
Kreisweit hatte die AfD bei der Bundestagswahl im Februar über 21% erhalten – jetzt sind es unter 19%. Zum Glück hat es der AfD-Landratskandidat nicht in die Stichwahl geschafft.
Auch in den bekannten problematischen Stimmbezirken (Waldbröl-Maibuche und Gummersbach-Begegnungszentrum Bernberg) ist die AfD noch immer erschreckend stark. Aber sie hat verloren – an absoluten Stimmen und oft auch prozentual:
In Maibuche waren es im Februar 190 AfD-Stimmen (62,7%) – jetzt sind es 78 Stimmen, die 51,7% entsprechen. (Ratswahl, nur die Stimmen an der Urne)
Im Begegnugszentrum Bernberg waren es im Februar 122 AfD-Stimmen (54,0%) – jetzt sind es 86 Stimmen, die wegen der Wahlbeteiligung von 28,5% an der Urne allerdings 59,7% entsprechen. (Ratswahl, nur die Stimmen an der Urne)
In Waldbröl hatte die AfD bei der Bundestagswahl im Februar über 30% der Stimmen erhalten und war sogar stärker als die CDU – jetzt bleibt sie unter 25%.
Wir werden in den nächsten Tagen versuchen, die Ergebnisse genauer zu analysieren. Weil es sich um vier Wahlen handelt (Landrat – Kreistag – BM – Stadtrat bzw. Gemeinderat), wird das aber noch etwas dauern.