Autor: Gerhard Jenders

Jetzt müssen die Demokrat*innen zusammenhalten!

15. September 2025, 8 Uhr:

Inzwischen stehen die Sitzverteilungen fest. Im Kreistag kann die bisherige Mehrheit aus CDU, FDP und Freien Wählern nicht so weiter machen wie bisher. Jetzt kommt es darauf an, dass alle demokratischen Parteien gemeinsam beraten, wie sie eine Politik für die Menschen im Oberbergischen machen. Eines muss klar sein: Eine Zusammenarbeit mit der AfD darf es nicht geben! Weder im Kreistag noch in den Stadt- und Gemeinderäten! Auch dort muss die CDU mit SPD und Grünen gemeinsam klare Kante gegen Rechts zeigen. Die demokratischen Fraktionen müssen zeigen: Wir können uns bei Sachthemen einigen. Anträge der AfD dürfen keine politische Bedeutung bekommen. Denen, die sie gewählt haben, muss deutlich gemacht werden: Die AfD erhält bei uns keine Möglichkeit zu wirken!

Erste Gedanken zur Kommunalwahl 2025

Sonntag, 14. September 2025 – 21.30 Uhr

Die Landratswahl ist ausgezählt, die Kreistagswahl auch. Ja, die Ergebnisse sind gruselig – in beiden Fällen fast 20% die die extreme Rechte. Vergleiche mit der letzten Kommunalwahl sprechen von einer Vervielfachung der AfD-Ergebnisse.

Aber: Wenn wir auf die Bundestagswahl am Anfang diesen Jahres blicken, dann können wir trotz aller schrecklichen Zunahme des Rechtstrends sagen: Die Bäume der AfD wachsen nicht in den Himmel!

So schlimm das heutige Ergebnis für die Arbeit im Kreistag und in den Stadt- und Gemeinderäten auch ist: Es sieht so auch, als habe der Aufwärtstrend der Rechtsextremen einen Dämpfer erhalten.

Kreisweit hatte die AfD bei der Bundestagswahl im Februar über 21% erhalten – jetzt sind es unter 19%. Zum Glück hat es der AfD-Landratskandidat nicht in die Stichwahl geschafft.

Auch in den bekannten problematischen Stimmbezirken (Waldbröl-Maibuche und Gummersbach-Begegnungszentrum Bernberg) ist die AfD noch immer erschreckend stark. Aber sie hat verloren – an absoluten Stimmen und oft auch prozentual:

In Maibuche waren es im Februar 190 AfD-Stimmen (62,7%) – jetzt sind es 78 Stimmen, die 51,7% entsprechen. (Ratswahl, nur die Stimmen an der Urne)

Im Begegnugszentrum Bernberg waren es im Februar 122 AfD-Stimmen (54,0%) – jetzt sind es 86 Stimmen, die wegen der Wahlbeteiligung von 28,5% an der Urne allerdings 59,7% entsprechen. (Ratswahl, nur die Stimmen an der Urne)

In Waldbröl hatte die AfD bei der Bundestagswahl im Februar über 30% der Stimmen erhalten und war sogar stärker als die CDU – jetzt bleibt sie unter 25%.

Wir werden in den nächsten Tagen versuchen, die Ergebnisse genauer zu analysieren. Weil es sich um vier Wahlen handelt (Landrat – Kreistag – BM – Stadtrat bzw. Gemeinderat), wird das aber noch etwas dauern.

Wo die Liebe verboten wird, endet die Menschlichkeit

Vor 90 Jahren wurden die „Nürnberger Gesetze“ beschlossen

Im September 1935 – die Nazis waren seit zweieinhalb Jahren an der Macht – fand in Nürnberg der siebte Parteitag der NSDAP statt. Beschlossen wurden dort am 15. September 1935 unter anderem zwei Gesetze:

  • das „Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“ und
  • das „Reichsbürgergesetz“
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Bergneustadt steht auf für Demokratie und Vielfalt

Farbe bekennen gegen Hass, Lügen und rechte Hetze!

So lautete der Aufruf zur Kundgebung am 22.8. auf dem Rathausplatz in Bergneustadt. Was für eine Feier! An die 250 bunte Demokratinnen und Demokraten lauschten Reden und sangen eifrig mit, um ihrem Bekenntnis gegen Hass, Lügen und rechte Hetze Ausdruck zu verleihen. Dabei war es fast nebensächlich, dass in unmittelbarer Nachbarschaft eine „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ ihre Kandidaten für die Kommunalwahl vorstellte.

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Morsbach ist bunt und wählt nicht blau!

Unter diesem Motto hatten die OMAS GEGEN RECHTS zu einer Aktion auf dem Morsbacher Rathausplatz eingeladen. Anlass war ein Infostand der AfD, die in diesem Jahr dort erstmals zur Kommunalwahl antritt.

Der Stand der AfD war aufgebaut – groß, blau, mit viel Personal. Die Aktion der OMAS hatte einen BUNTEN Stand, mehr und buntere Leute und eindeutig bessere Laune. Und bessere Argumente.

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Gedenken an den Genozid an den Sinti und Roma

Der 2. August ist der Europäische Gedenktag an den Genozid an den Sinti und Roma. Auf dem Friedhof in Denklingen ist eine junge Romni bestattet, die 1939 von den Nazis aus ihrer Heimat in Österreich verschleppt wurde und im KZ Ravensbrück Zwangsarbeit leisten musste. Sie hat das überlebt, war aber schwer krank und wurde im damaligen DP-Hospital behandelt. Trotz der Pflege ist sie schließlich dort gestorben.

Es war jetzt wohl das erste Mal seit ihrem Tod vor fast 75 Jahren, dass am Grab von Magdalena Horvarth Blumen niedergelegt und Worte des Gedenkens gesprochen wurden.

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Aktionstag für Demokratie – gegen Rechts

Zum Auftakt des Kommunalwahlkampfs haben die Omas gegen Rechts, OSA gegen Rechts, Kultur*Konter und wir von „Unser Oberberg ist bunt, nicht braun!“ mit vier Infoständen in der Gummersbacher Innenstadt deutlich gemacht, worum es wirklich geht: Wir müssen die Demokratie verteidigen und gemeinsam gegen Rechts angehen! Wir müssen darauf dringen, dass endlich ein Verbotsverfahren gegen die AfD eingeleitet wird!

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Eine bewegende Lesung

Als Abschlussveranstaltung der Oberbergischen Pride-Week 2025 fand am 5. Juli in der Gummersbacher Buchhandlung Thalia/Mayersche in Zusammenarbeit mit „Unser Oberberg ist bunt“ eine Autorenlesung von Petra Werner und Alexander Malzahn statt. Die Lesung war mit alten Fotos und Musik untermalt. Stark autobiografisch angelegt, vermittelten Werner und Malzahn ein intensives Erleben ihrer Jugend – und Erwachsenenerfahrung, u.a. mit Missbrauch, Homophobie und ihrem persönlichen Umgang damit.

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Denktag für Demokratie

Am 5. Juli 2025 fand auf dem Marktplatz in Lindlar ein DENKTAG FÜR DEMOKRATIE statt. Eingeladen hatte das Lindlarer Bündnis für Demokratie, gekommen waren viele Menschen aus Vereinen, aus den Kirchen, aus Parteien und aus Organisationen, die sich für Demokratie und Vielfalt einsetzen – so waren auch die OMAS GEGEN RECHTS und OBERBERG IST BUNT mit Ständen vertreten.

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