Autor: Gerhard Jenders

80 Jahre danach – eine Woche der Gedenktage

Anfang April gibt es zahlreiche Jahrestage:

  • den 80. Jahrestag der Ermordung von Dietrich Bonhoeffer im KZ Flossenbürg am 9. April 1945
  • den 80. Jahrestag der Ermordung von Georg Elser im KZ Dachau am 9. April 1945
  • den 80. Jahrestag vieler Endphasenverbrechen, bei denen die Nazis an vielen Orten in den letzten Tagen ihrer Macht ihre Gegner, aber auch Unbeteiligte, ermordet haben – auch bei uns in Lindlar.

aber auch:

  • die 80. Jahrestage des Einmarsches der US-Truppen in den Oberbergischen Gemeinden
  • der 80. Jahrestag der Befreiung des KZs Buchenwald
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Mit dem Fahrrad zu Gedenkorten

Auch im Oberbergischen waren während der NS-Diktatur Zwangsarbeitskräfte eingesetzt. Sie sollten dafür sorgen, dass die Produktion – und insbesondere die Rüstungsproduktion – weiterlief, während die deutschen Arbeiter an den Fronten des Kriegs töteten und getötet wurden. Es waren insgesamt 14000 bis 15000 Männer und Frauen, die aus ihrer Heimat verschleppt worden waren – also etwa 10% der damaligen Bevölkerung im Kreis.

Auf vielen Friedhöfen sind Gräber von Zwangsarbeiter:innen zu finden, die durch Betriebsunfälle, durch die Bedingungen in den Lagern und durch Krankheiten zu Tode gekommen sind. Allerdings fehlen meist nähere Informationen über die Opfer und ihr Schicksal.

In Rahmen einer von der VHS Oberberg organisierten Fahrradtour von Marienheide über Wipperfürth nach Kreuzberg am 5. April 2025 wurden drei Gedenkorte vorgestellt und exemplarisch über einige der dort Bestatteten berichtet.

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Gemeinsam Singen – Gegen Rassismus

Die beiden Wochen um den 21. März sind die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Wir planen für Samstag, den 22. März 2025, eine Aktion, die nicht nur die Köpfe, sondern auch die Herzen erreichen soll: Wir wollen um 12 Uhr gemeinsam und öffentlich auf dem Lindenplatz in Gummersbach singen und musizieren. Wenn viele dazukommen, wird das eine tolle Sache! Deshalb verbreitet die Werbebilder (siehe Anlage) und kommt – gerne mit Umhängeschildern! Bringt eure Stimme und auch „Pauken und Trompeten“ mit!

Parallel zur musikalischen Aktion wird es natürlich auch einen Infostand mit inhaltlichen Informationen geben.

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Auswertung der Bundestagswahl 2025

Das Ergebnis ist grausig, daran gibt es nichts zu beschönigen. 20,8% für die AfD sind 20,8% zuviel – das ist ganz klar. In den oberbergischen „Hotspots“ Waldbröl-Maibuche und Gummersbach-Begegnungszentrum-Bernberg haben die Rechtsextremen wieder fürchterlich hohe Anteile an den Urnen erhalten.

Wir haben die Ergebnisse genauer auf Ebene der Stimmbezirke analysiert. Hier ist unsere Auswertung:

Wir, die engagierten Demokratinnen und Demokarten, sind mit dem Wahlabend nicht „fertig“. Es kommt darauf an, dass wir weiter Druck machen für eine Politik, die sich an den Menschenrechten orientiert. Gerade in der Phase von Sondierungen und Koalitionsverhandlungen. Wir sollten das Geschehen in Berlin in den nächsten Wochen nicht nur „gespannt verfolgen“, sondern aktiv eingreifen. Mit Briefen an die Abgeordneten, mit Kundgebungen und Mahnwachen müssen wir für die Brandmauer gegen die AfD kämpfen. Wir müssen in der Öffentlichkeit Themen setzen und nicht abwarten, was da aus Berlin kommt. Mitte März sind die Internationalen Wochen gegen Rassismus – ein guter Anlass um klarzumachen, was wirklich zählt! Und am 15. März ist auch ein Aktionstag der IG Metall

Sehr interessant werden die historischen Aspekte des Aufstiegs von Rechtsextremen in Deutschland bei https://datajournal.org/ behandelt. Es lohnt sich, die Seite anzusehen!

Bunter Kreisel in Bergneustadt

„Bunte Regenschirme gegen Hass und Hetze – Bergneustadt steht auf für Demokratie und Vielfalt“ – unter diesem Motte trafen sich am 22. Februar – einen Tag vor der Bundestagswahl – über 100 Menschen am großen Kreisverkehr in Bergneustadt, um die Demokartie zu beschirmen, gegen die Angriffe von Rechtsaußen. Die Aktion machte dem Motto alle Ehre! Es war bunt und es machte Freude!

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