Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg!


Der 1. September als Antikriegstag erinnert an den 1. September 1939, als das faschistische Deutschland Europa in die Katastrophe stürzte. … Die Nazis hatten in ihrer Propaganda und in ihrem Handeln von Anfang an auf den Krieg hin gearbeitet.

Wir müssen gemeinsam gegen die extreme Rechte, also gegen die AfD auftreten. Nicht nur hier, nicht nur heute, sondern noch viel öfter und an noch viel mehr Orten. Und nicht nur wir, sondern auch unsere Kolleginnen und Kollegen, unsere Nachbarn, unsere Kinder und unsere Enkel. Dann können wir es schaffen, unseren Ort, unser Land, unseren Planeten bewohnbar und lebenswert zu erhalten. Es gibt keine Alternative!

(Aus dem Redebeitrag von „Oberberg ist bunt“ bei der Gedenkstunde in Wiehl am 1.9.2026)

Auch 2026 fand wieder eine Veranstaltung zum Antikriegstag am FriedensDenkstein in Wiehl statt.

Monika Höhn begrüßte die Teilnehmenden und erzählte aus der Geschichte des FriedensDenksteins.

Wiehls Bürgermeister Ulrich Stücker sieht den 1. September sei ein Auftrag, sich aktiv für den Frieden einzusetzen. Dafür braucht es eine starke Demokratie, dafür muss die Menschenwürde respektiert werden.

Ingo Solbach, stellvertretender Bürgermeister von Waldbröl, sprach über die von den Nazis errichtete Mauer in Waldbröl, die seit 1982 die Aufschrift „NIE WIEDER KRIEG“ trägt.

Dr. Hedi Hogrefe berichtete über ihre Arbeit als Ärztin in Kriegsgebieten. Sie sieht sich als Stimme der Ärmsten in der Welt: „Mit den Billionen, die weltweit für Waffen ausgegeben werden, könnten wir das Elend und den Hunger beenden“

Samira Ibrahim war mit ihrer Mutter aus Somalia geflüchtet und ist jetzt Krankenschwester in Gummersbach. Sie rief auf: „Nie wieder Krieg – Krieg zerstört alles!“

Gerhard Jenders erinnerte für „Oberberg ist bunt“ daran, wie die Nazis auf den Zweiten Weltkrieg hin gearbeitet hatten und rief auf, gemeinsam für Frieden und gegen Rassismus, Nationalismus und Faschismus aufzustehen. (Redetext)

Dr. Mohammad Heidari beschrieb Frieden als eine aktive Kulturleistung, die auf allen Ebenen erlernt und verteidigt werden muss. „Frieden ist Ausdruck der universellen Werte der Menschlichkeit.“

Michael Höhn betonte die christliche Verpflichtung zum Frieden, er bekannte sich zu Pazifismus und gewaltfreiem Widerstand. „Wir müssen Frieden stiften, nicht erkämpfen!“

Monica Buchfeld las aus den Erinnerungen einer Zeitzeugin, die als Kind der Überfall der Nazi-Truppen auf Polen miterlebt hatte.

Die Gruppe „Kurtzweyl“ eröffnete und beendete das Programm mit Barockmusik von Vivaldi bis Purcell; zwischen den Redebeiträgen spielte Victor Repp auf der Panflöte.

Zu Abschluss der Gedenkstunde wurde ein Gingko gepflanzt.

Hier der Redebeitrag von „Oberberg ist bunt“:

Und hier der Bericht der Zeitzeugin:

Aus dem Bericht der Zeitzeugin Ludwika „Ludka“ Kot, geborene Kukiełka, geboren 1932