Die Stadt Wipperfürth hat freundlicherweise die Haushaltsreden aus der Ratssitzung vom 17. Dezember 2025 auf ihrer Homepage veröffentlicht. In den Texten von CDU, SPD und Grünen finden sich erfreulich klare Worte zum Umgang mit den Rechtsextremen, die leider auch im dortigen Rat sitzen.
Besonders klar und ausführlich hat es die SPD formuliert (kompletter Text hier):
„Wipperfürth ist weltoffen, gastfreundlich. Antisemitismus , Hass , Gewalt und Rassismus haben in unserer Stadt keinen Platz. Das gilt gestern wie heute.
Der Rat ist der Ort der Demokratie. Hier gilt es eben auch Haltung zu zeigen.
Für die SPD ist und bleibt klar – Jede Art von Zusammenarbeit mit Parteien, die in ihrem Programm auf örtlicher, Landes- oder Bundesebene die Spaltung der Gesellschaft, das Zerstören der Demokratie und der Verfassungsgemäßen Ordnung sowie das Säen von Hass zur Maxime ihres Handelns machen, lehnen wir ab. Eine gesichert rechtsextreme und völkisch-nationalistische Partei bleibt gesichert rechtsextrem; auch ein Tarnmantel eines kommunalen Mandats ändert daran nichts.
Für die Demokratie muss tagtäglich gearbeitet und gekämpft werden – so auch im Rat der Stadt Wipperfürth – Die SPD erwartet von den Vertretern der demokratischen Parteien , egal bei welchem Thema, auch im Rat der Stadt Wipperfürth, stets für eine Mehrheit der Demokraten zu kämpfen und auf billige Mehrheitsbeschaffung rechter Demokratiefeinde zu verzichten
und der Versuchung zu widerstehen.
Gewiss ist es unsere Aufgabe als Demokraten, durch gerechtes und überzeugtes Handeln, die Wähler zu überzeugen, dass Demokraten in der Lage sind, Probleme zu lösen und auch so verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen.„
Auch von den anderen Parteien kommen deutliche Worte. So schreibt die CDU: (kompletter Text hier):
„Die CDU steht für die stabile demokratische Mitte. Populistische Scheinlösungen und bewusste Spaltungsversuche werden wir nicht mittragen. Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, lassen sich nur mit seriöser Sacharbeit, Ehrlichkeit und tragfähigen Kompromissen bewältigen.
Wir, die demokratischen Fraktionen, tragen Verantwortung für unsere Bürgerinnen und Bürger. Dieser Verantwortung stellen wir uns entschlossen – auch gegenüber jenen Kräften, die das System lediglich in Frage stellen, ohne tragfähige Lösungen anzubieten.“
Bündnis 90 / Die Grünen betonen (kompletter Text hier):
„Die Demokratie ist aber kein Selbstläufer, auch nicht in Wipperfürth. Sie muss jeden Tag neu gelebt werden und gegen Feinde von innen und außen verteidigt werden. Immer wenn Menschen sich nicht mitgenommen fühlen, nicht gehört werden oder das Gefühl haben, niemand nimmt ihre Sorgen ernst, können extremistische Kräfte sie mit vermeintlich einfachen Antworten von ihrer demokratiefeindlichen Agenda überzeugen. …
… Es ist in unzähligen Studien wissenschaftlich nachgewiesen, dass … mangelnde Teilhabe dazu führt, dass Kinder und Jugendliche sich ohnmächtig, frustriert und einsam fühlen. Sie werden aufgeschlossen für extremistische, faschistische und rassistische Weltanschauungen, die unsere Demokratie gefährden. Können wir uns das Risiko leisten? Nein, das können wir nicht!“