{"id":6469,"date":"2026-04-26T20:57:14","date_gmt":"2026-04-26T18:57:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/?p=6469"},"modified":"2026-05-09T17:02:30","modified_gmt":"2026-05-09T15:02:30","slug":"ns-zwangsarbeit-im-raum-gummersbach-und-bergneustadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/ns-zwangsarbeit-im-raum-gummersbach-und-bergneustadt\/","title":{"rendered":"NS-Zwangsarbeit im Raum Gummersbach und Bergneustadt"},"content":{"rendered":"\n<p>Fahrradtour zu Gedenkorten<\/p>\n\n\n\n<p>An vielen Orten im Oberbergischen waren w\u00e4hrend der NS-Zeit Zwangsarbeitskr\u00e4fte interniert. Die Baracken, in denen sie untergebracht waren, existieren nicht mehr. Erhalten sind die Gr\u00e4ber derjenigen, die die harten Arbeitsbedingungen und die schlechte Ern\u00e4hrung nicht \u00fcberlebt haben. <\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem es im Fr\u00fchjahr 2025 eine Tour von <a href=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/mit-dem-fahrrad-zu-gedenkorten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Marienheide nach Wipperf\u00fcrth<\/a> und im Herbst eine von<a href=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/ns-zwangsarbeit-im-oberbergischen-fahrradtour-zu-gedenkorten-der-zwangsarbeit-von-marienheide-nach-engelskirchen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> Marienheide \u00fcber Gimborn nach Engelskirchen<\/a> gegeben hatte, f\u00fchrte die Tour am 25. April 2026 von Gummersbach nach Bergneustadt.   <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"718\" height=\"494\" src=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Route25April2026-Bild.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6470\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Route25April2026-Bild.jpg 718w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Route25April2026-Bild-300x206.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 718px) 100vw, 718px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"348\" src=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Auftakt-1024x348.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6502\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Auftakt-1024x348.jpeg 1024w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Auftakt-300x102.jpeg 300w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Auftakt-768x261.jpeg 768w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Auftakt.jpeg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Startpunkt war das Steinm\u00fcller-Gel\u00e4nde in Gummersbach. Bei Steinm\u00fcller waren insgesamt 1054 Zwangsarbeitskr\u00e4fte, die aber nicht aller gleichzeitig dort gearbeitet haben k\u00f6nnen. denn die Lager in der Umgebung waren auf rund 350 Personen ausgelegt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"731\" src=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Steinmueller-1024x731.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6471\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Steinmueller-1024x731.jpg 1024w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Steinmueller-300x214.jpg 300w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Steinmueller-768x549.jpg 768w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Steinmueller-1536x1097.jpg 1536w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Steinmueller.jpg 2016w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>An der Gedenkst\u00e4tte auf dem Grotenbach-Friedhof wurde \u00fcber das Schicksal der dort Bestatteten berichtet. Die j\u00fcngste Zwangsarbeiterin unter ihnen war Theofila Amrogowiez aus der Ukraine, die schon mit 14 Jahren als &#8222;Hilfsarbeiterin&#8220; bei &#8222;Eisen- und Stahlbau&#8220; in  Morsbach arbeiten musste, sie ist 1943 im Alter von 15 Jahren gestorben. <a href=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/gedenkstaette-auf-dem-friedhof-grotenbach-in-gummersbach\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Informationen \u00fcber 45 Opfer der Zwangsarbeit sind hier zu finden<\/a>.  <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1500\" height=\"838\" src=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Gummersbach2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6504\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Gummersbach2.jpg 1500w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Gummersbach2-300x168.jpg 300w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Gummersbach2-1024x572.jpg 1024w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Gummersbach2-768x429.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/bericht-der-zeitzeugin-ludwika-kot-geb-kukielka\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Zeitzeugin Ludwika Kot-Kukielka hatte als Kind die deutsche Besetzung Polens, die Verschleppung aus der Heimat nach Deutschland und die Zeit im Lager der Firma Sondermann in Gummersbach erlebt.<\/a><strong>\u00a0<\/strong>In ihrem Bericht, aus dem am ehemaligen Standort der Firma Sondermann zitiert wurde, schildert sie auch den tragischen Tod des kleinen Wiesio Stasiak, der auf dem Gummersbacher Friedhof begraben ist. Am Ende ihres Berichtes beschreibt sie, wie die Zwangsarbeitskr\u00e4fte in den ersten Tagen nach der Befreiung auf sich selbst angewiesen waren und keine M\u00f6glichkeit hatten, als zum \u00dcberleben Vorratslager aufzubrechen.<\/p>\n\n\n\n<p> In D\u00fcmmlinghausen hatte lange Zeit eine gro\u00dfe Textilfabrik der Firma &#8222;Chr. M\u00fcller &amp; Sohn&#8220; gestanden. In den 1950er Jahren schildert die Firma, wie die Ford-Werke Ende 1944 nach D\u00fcmmlinghausen kamen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-4a42d963c5bbd81502f031a45c233f05\"><em>&#8222;Im November 1944 wurde auf Veranlassung des Reichsverteidigungskommissars zu K\u00f6ln unser Zweigbetrieb D\u00fcmmlinghausen beschlagnahmt. Die Beschlagnahme erfolgte zu Gunsten der Fordwerke AG., K\u00f6ln.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-930c564bfee300c3a0f4b4b807626c0f\"><em>Wenige Tage nach Zustellung der Mitteilung \u00fcber die Beschlagnahme wurde eine Speer-Transportkolonne mit der Demontage des Maschinenparks beauftragt. Der Abbau der Maschinen erfolgte entsprechend der Zusammensetzung der Kolonne durch Ausl\u00e4nder verschiedener Nationen, die bis dahin kaum eine Spinnerei gesehen haben durften. Entsprechend der Sachkenntnis der Beauftragten wurden die hoch empfindlichen Spinnereimaschinen, wie Krempels\u00e4tze und Selfaktoren, als Schrott behandelt. &#8230;<\/em><br><em>Nach dem Abtransport der Maschinen trat der Aufbaustab f\u00fcr die Fordwerke in T\u00e4tigkeit und schleuste zun\u00e4chst 700 Ausl\u00e4nder, \u00fcberwiegend russische Zivilangeh\u00f6rige, in den Betrieb ein. In die B\u00f6den wurde gehackt, in die Bruchsteinmauern Tore mit dem R\u00e4umbagger eingef\u00fcgt, um Durchl\u00e4sse f\u00fcr die von Antwerpen zu erwartenden schweren Verarbeitungsmaschinen zu schaffen. In den Geb\u00e4uden wurde mit Kr\u00e4nen und Lastwagen rangiert, hierbei die gesamten Installationen f\u00fcr Heizung und Transmissionen unter gleichzeitiger Besch\u00e4digung der Dachkonstruktion heruntergerissen. Durch das lebhafte Treiben auf dem Fabrikhof war der Betrieb ein Anziehungspunkt f\u00fcr Tiefflieger, durch die an den Geb\u00e4uden noch erheblicher Schaden angerichtet wurde&#8230;.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die &#8222;Au\u00dfenstelle&#8220; der Ford-Werke war bestand nur von M\u00e4rz 1945 bis zum Einmarsch der amerikanischen Truppen am 11. April 1945, 500 Zwangsarbeitskr\u00e4fte waren dort interniert. In den letzten Kriegstagen sind dort 3 von ihnen ums Leben gekommen. In einem Schreien der Stadt Gummersbach aus dem Jahr 1949 wird berichtet:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-44f0501413cd61a3b93d6acf655baab1\"><em>&#8222;Auf dem Fabrikhof der Fa. Chr. Mueller &amp; Sohn in Duemmlinghausen befinden sich 3 Graeber mit unbekannten Leichen. Die Personen waren in dem Auslaenderlagerer der Fa. Ford-Werke A.G. Koeln, das sich von Anfang Maerz 1945 bis 11.April 1945 infolge Verlagerung des Betriebes in Dummlinghausen befand, untergebracht bzw. wohnhaft. Soweit festgestellt werden konnte, sind die 3 Auslaender kurz vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen am 11. April 1945 durch Granatsplitter getoetet und von Lagerinsassen auf dem Fabrikhof beerdigt worden. Die Fa. Ford-Werke A.G. in Koeln, die ich um Aufklaerung gebeten hatte, hat laut Mitteilung durch Rundfrage bei ihren Werksangehoerigen lediglich feststellen koennen, dass es sich bei den Verstorbenen um einen Mann, der Schuhmacher war und mit Vornamen Stefan hiess, und eine Mutter mit ihrem Kind handelt, kann aber weitere Angaben infolge Vernichtung vieler Unterlagen nicht mehr machen. Soweit bekannt, sollen die verstorbenen Personen russischer oder polnischer Nationalitaet sein.&#8220;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Im \u00dcbergangsbereich zwischen Derschlag und Bergneustadt liegt &#8222;Sch\u00f6nenthal&#8220;. Dort gab es in den 1940er Jahren <a href=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/Karte\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">vier Betriebe, die von Zwangsarbeit profitierten: Kriegeskotte, K.F. Wahlefeld, P\u00fchler und Leybolds Nachfolger<\/a> . Eine Besonderheit bei der Firma Kriegeskotte ist, dass es dort auch ein Lager f\u00fcr sowjetische Kriegsgefangene gab.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Schoenenthal-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6505\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Schoenenthal-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Schoenenthal-225x300.jpeg 225w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Schoenenthal.jpeg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf dem Bergneust\u00e4dter Friedhof sind zehn Gr\u00e4ber. Einige der Bestatteten sind in den letzten Tagen des Krieges bei Bombenangriffen ums Leben gekommen, andere an Tuberkulose gestorben. Eine tragische Geschichte verbindet sich mit dem Grab des kleinen Willi Kadaniek, der 1943 an &#8222;Ern\u00e4hrungsst\u00f6rungen&#8220; gestorben war: Sein Vater ist in den letzten Wochen des Krieges mit 30 Jahren an Lungentuberkulose gestorben, sein Grab ist auf dem Gummersbacher Friedhof. <a href=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/gedenkort-auf-dem-friedhof-bergneustadt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Alle Informationen zu den Gr\u00e4bern in Bergneustadt sind hier.<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"551\" src=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bgn2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6474\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bgn2.jpg 900w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bgn2-300x184.jpg 300w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bgn2-768x470.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Den Abschluss fand die Radtour in Vollmerhausen. Dort befand sich die Textilfabrik von Leopold Krawinkel. Auch von ihm gibt es eine Schilderung der Ereignisse in der letzten Phase  des Krieges, die er im M\u00e4rz 1956 abgegeben hat. Der Text macht deutlich, dass Krawinkel eine Distanzierung von der NS-Zeit fehlte, dass er sich als Opfer sah. So schreibt er zu L\u00f6scharbeiten nach einem Bombenangriff:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-954ad3671845e38aee44b1f3e2e6067c\"><em>&#8222;Da die L\u00f6scharbeiten durch sich wiederholende Anfl\u00fcge der Jabos und vielleicht auch Bordwaffenbeschu\u00df immer wieder gest\u00f6rt werden, werden sie nicht nicht voller Kraft durchgef\u00fchrt. Dazu kommt, da\u00df nur mehr wenige M\u00e4nner vorhanden sind und da\u00df ein Teil von ihnen sich auch in die umliegenden W\u00e4lder, Schutzstollen usw. verkr\u00fcmelt, so da\u00df die Zahl der zur Verf\u00fcgung stehenden Kr\u00e4fte viel zu gering ist&#8230;.&#8220;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Weiter hinten \u00e4u\u00dfert er dann ein (vergiftetes) Lob f\u00fcr die Arbeiterinnen und widerspricht damit seiner Aussage:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-f696c46ba375440afd991c09e4f35cb4\"><em>&#8220; Sie haben sich &#8230; an den L\u00f6sch- und Aufr\u00e4umungsarbeiten vorbildlich beteiligt, jedenfalls besser als man es von Ausl\u00e4ndern und vor allem Frauen h\u00e4tte erwarten k\u00f6nnen.&#8220;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Den Einmarsch der US-Truppen und die damit verbundene Befreiung der Zwangsarbeitskr\u00e4fte kommentiert er mit den Worten:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-07d8bd1e7be44faec8a0f1e9c85019cf\"><em>&#8222;&#8230; <strong>Sie wurden von einigen der Fremdarbeiter, leider auch von einigen Ortsans\u00e4ssigen als Befreier begr\u00fc\u00dft<\/strong>&#8230; <br>In den n\u00e4chsten Tagen h\u00e4lt das Pl\u00fcndern an. Es beginnt eine Zeit der \u00dcberf\u00e4lle in der Ortschaft und in der unmittelbaren Umgebung. Vor allem die Fremdarbeiter, unter ihnen besonders die Polen, teilweise auch Russen, f\u00fchlen sich frei zu tun, was sie wollen und werden von der Besatzung daran nicht gehindert, gelegentlich sogar dazu ermutigt.&#8220;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Aus der Sicht der Zwangsarbeitskr\u00e4fte hatte <a href=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/bericht-der-zeitzeugin-ludwika-kot-geb-kukielka\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ludwika Kot-Kukielka<\/a> geschrieben, wie es wirklich war: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-8746ed7dd23f06130f6fbad5c8bdd2ba\"><em>&#8230; Man verk\u00fcndete uns, den Gefangenen des Lagers, dass das Kriegsrecht uns die M\u00f6glichkeit gibt, innerhalb der n\u00e4chsten 24 Stunden mit unseren Verfolgern abzurechnen. Die verhungerten Menschen gingen los auf die Gesch\u00e4fte. Auf dem Fabrikgel\u00e4nde befand sich ein Lager mit Lebensmitteln f\u00fcr deutsche Soldaten. Die Schl\u00f6sser wurden aufgebrochen, die T\u00fcre aufgeschlagen und alles, was man essen konnte, rausgeholt: Der Hunger der letzten 2 Wochen hatte das Seine getan.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Weil es nach der Vorstellung des Krawinkel-Schilderungen schon sp\u00e4t war, wurde auf die Fahrt zum Friedhof Dieringhausen verzichtet. <a href=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/graeber-auf-dem-friedhof-dieringhausen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Schicksale der sechs dort Bestatteten sind hier nachzulesen.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die 20 TeilnehmerInnen beschrieben sie Radtour als sehr informativ und eindrucksvoll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fahrradtour zu Gedenkorten An vielen Orten im Oberbergischen waren w\u00e4hrend der NS-Zeit Zwangsarbeitskr\u00e4fte interniert. Die Baracken, in denen sie untergebracht waren, existieren nicht mehr. Erhalten sind die Gr\u00e4ber derjenigen, die die harten Arbeitsbedingungen und die schlechte Ern\u00e4hrung nicht \u00fcberlebt haben. 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