{"id":530,"date":"2020-12-24T09:36:45","date_gmt":"2020-12-24T08:36:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/?page_id=530"},"modified":"2026-04-20T13:24:33","modified_gmt":"2026-04-20T11:24:33","slug":"gedenkstaette-auf-dem-friedhof-grotenbach-in-gummersbach","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/gedenkstaette-auf-dem-friedhof-grotenbach-in-gummersbach\/","title":{"rendered":"Gedenkst\u00e4tte auf dem Friedhof Grotenbach in Gummersbach"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/GedenkstaetteGrotenbach-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-531\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/GedenkstaetteGrotenbach-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/GedenkstaetteGrotenbach-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/GedenkstaetteGrotenbach-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/GedenkstaetteGrotenbach.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"724\" src=\"http:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/GraeberfeldGummersbach-1024x724.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-532\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/GraeberfeldGummersbach-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/GraeberfeldGummersbach-300x212.jpg 300w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/GraeberfeldGummersbach-768x543.jpg 768w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/GraeberfeldGummersbach.jpg 1169w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"724\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/NamenFriedhofGummersbach-ws-1-724x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-565\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/NamenFriedhofGummersbach-ws-1-724x1024.jpg 724w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/NamenFriedhofGummersbach-ws-1-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/NamenFriedhofGummersbach-ws-1-768x1087.jpg 768w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/NamenFriedhofGummersbach-ws-1.jpg 826w\" sizes=\"auto, (max-width: 724px) 100vw, 724px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Das Feld wird auf einer Hinweistafel als &#8222;Ausl\u00e4nder-Ehrengr\u00e4ber&#8220; bezeichnet. Auf einer <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/Gedenkaktion8-5-2020\/IMG_9164.JPG\" target=\"_blank\">S\u00e4ule werden die Bestatteten nach Nationalit\u00e4ten<\/a> sortiert, an oberster Stelle wird ein &#8222;Volksdeutscher&#8220; genannt (Der Begriff &#8222;Volksdeutsche&#8220; ist bei den Nazis gepr\u00e4gt worden f\u00fcr Menschen mit deutsche Wurzeln, die ihre Heimat im Ausland hatten). Wir haben bei unseren Recherchen den &#8222;Volksdeutschen&#8220; nicht eindeutig identifizieren k\u00f6nnen. Auf dem Feld sind 45 Personen bestattet, davon sind  39 namentlich bekannt. Einige von ihnen waren Kinder, deren Eltern Zwangsarbeiter waren, die Erwachsenen waren Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus verschiedenen L\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Hinweis zu den Quellen: Wir haben nur Quellen verlinkt, in denen es ausschlie\u00dflich um die hier aufgef\u00fchrten Personen geht. Listen der AOK und der Krankenh\u00e4user haben wir nicht verlinkt, weil in ihnen auch Personen aufgef\u00fchrt sind, die m\u00f6glicherweise noch leben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nina Loboda<\/strong> war am 23. Dezember 1926 in Choiniki in &#8222;Russland&#8220; (heute: Belarus) geboren. Sie wird in der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0121\/140665384\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> als \u201eOstarbeiterin\u201c bezeichnet. Es geht aus den Unterlagen nicht hervor, wann sie nach Deutschland verschleppt wurde. Also Wohnort ist \u201eDerschlag\u201c angegeben, also wird sie in einem der dortigen Betrieben gearbeitet haben und im zugeh\u00f6rigen Lager interniert gewesen sein. Sie wurde kurz vor ihrem 18. Geburtstag, am 23. November 1944, ins Krankenhaus Gummersbach eingeliefert. Dort starb sie am 2. Dezember 1944 an \u201eWurmfortsatzentz\u00fcndung\u201c , wie es in einer Liste des <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948395\/001.jpg\">Gesundheitsamtes<\/a> hei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Danuta Juszczuk<\/strong> (in den Urkunden auch \u201eJuszezuk\u201c) war kleines M\u00e4dchen, sie ist nicht einmal vier Jahre alt geworden. Geboren war sie am 29. M\u00e4rz 1941, gestorben ist sie am 20. Dezember 1944 in Vollmerhausen an Lungentuberkulose. Nach den Angaben auf der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020204\/0028\/105708315\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> ist sie in \u201eEdgersleben \/ Kreis Wanzleben\u201c geboren, das ist allerdings nicht konsistent mit dem handschriftlichen Vermerk \u201eRusse\u201c. Aus einem Hilfsersuchen aus dem Jahr 1947 (<a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/H\/CM1\/Post_War\/03020101\/0316\/156079796\/001.jpg\">Seite1<\/a> <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/H\/CM1\/Post_War\/03020101\/0316\/156079796\/002.jpg\">Seite2<\/a>) geht hervor, dass ihre Mutter Polin war und im Jahr 1944 zwangsweise nach Deutschland gebracht wurde. Dies passt zu den Angaben der Betriebskrankenkasse Krawinkel, nach denen Danutas Mutter Alicia ab dem 4. August 1944 bis zum 9. April 1945 bei der Firma Leop. Krawinkel gearbeitet hat. Die Mutter hatte wohl beim Transport nach Deutschland ihr Kind mitnehmen m\u00fcssen, das sich dann im Lager an Tuberkulose angesteckt haben muss.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lidija Kirdewa<\/strong> (in den Unterlagen &#8222;Kirdeewa&#8220;) war am 11. Juli 1926 in Rostow in Russland geboren. Kurz vor ihrem 18. Geburtstag ist sie am 23. Mai 1944 in Gummersbach gestorben (<a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0098\/140545700\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a>). Als Todesursache gibt das <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948253\/001.jpg\">Standesamt in einer Liste<\/a> \u201eAspirationsasphyxie\u201c an, sie ist also erstickt. Seit wann sie in Deutschland war und wo sie arbeiten musste, wissen wir nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viktor Lopozenko(w)<\/strong> ist nach den Angaben auf der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020204\/0002\/110251138\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> am 9. September 1927 in Russland geboren und am 21. M\u00e4rz 1945 im Krankenhaus Gummersbach an Fleckfieber gestorben. Als Wohnort ist \u201eBerghausen\u201c angegeben, damit ist wahrscheinlich eines der Lager bei den Stahlwerken im Leppetal gemeint. Die <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020204\/0002\/110251138\/001.jpg\">Todesursache Fleckfieber<\/a> l\u00e4sst auf schlechte hygienische Verh\u00e4ltnisse im Lager schlie\u00dfen. Er war  am 14. M\u00e4rz 1945 ins Krankenhaus eingeliefert worden und ist nach einer Woche dort verstorben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Onorino Mattiussi<\/strong> war Italiener, geboren am 23. Oktober 1921 in Teor. Er ist am 31. Mai 1945 gestorben, nach einer <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948070\/001.jpg\">Liste des Standesamtes<\/a> an Lungentuberkulose. Laut <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0131\/140714160\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> hatte er in Gummersbach-Windhagen \u201egewohnt\u201c, wahrscheinlich war er im dortigen Kriegsgefangenenlager interniert. Er hat (nach Angaben der AOK) seit dem 12. September 1944 bei der Firma Gebr\u00fcder Merten gearbeitet. In der Sterbeurkunde wird er als \u201eArbeiter\u201c bezeichnet, wahrscheinlich war er aber \u2013 nach dem Sturz der faschistischen Regierung in Rom \u2013 als italienischer Milit\u00e4rangeh\u00f6riger ein Kriegsgefangener.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tanja Makatruk<\/strong> war 1922 in Russland geboren. Das genaue Geburtsdatum und der Geburtsort sind laut <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0125\/140687007\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> unbekannt, dort ist lediglich der Wohnort \u201eFriedrichstal\u201c angegeben (zwischen Gummersbach-Niederse\u00dfmar und Vollmerhausen), wo sich die Textilfabrik Hermann Baldus mit einem <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/H\/Child%20Tracing%20Branch%20General%20Documents\/General%20Documents\/02020001\/aa\/ca\/ws\/001.jpg\">Lager<\/a> befand. Tanja Makatruk ist im Alter von 23 Jahren am 29. April 1945 im Krankenhaus Gummersbach gestorben, also ca. 14 Tage nach dem Einmarsch der US-Truppen. Die ZwangsarbeiterInnen aus Polen und aus Russland sind meist auch nach der Niederlage der Nazis im Oberbergischen in den Lagern geblieben, bis sie (fr\u00fchestens nach dem 8. Mai 1945) in ihren Heimat zur\u00fcckkehren konnten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Petrus Henri van Goethen<\/strong> war am 21. September 1921 in Meerdenk in Belgien geboren. In der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0069\/140399049\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> wird als letzter Wohnort \u201eK\u00f6ln-Bickendorf, Rotkehlchenweg 20\u201c angegeben. Ob er dort in einem Lager gelebt und in K\u00f6ln gearbeitet hatte, wissen wir nicht. Er wurde laut einer Liste des Krankenhauses Gummersbach am 23. November 1944 dort eingeliefert und ist am 3. Dezember im Alter von 23 Jahren gestorben. Als Todesursache gibt das <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150947849\/001.jpg\">Standesamt<\/a> ein Magengeschw\u00fcr an. Anscheinend haben sich die NS-Beh\u00f6rden nicht die M\u00fche gemacht, seine Angeh\u00f6rigen ausfindig zu machen, denn aus einer Liste des Kreises geht hervor, dass aus seinem Eigentum \u201e210 Franken durch St\u00e4dt. Krankenhaus an die Reichsbank Gummersbach abgeliefert\u201c wurden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kasimir Saruzki<\/strong> war mit seinem Geburtsjahr 1907 einer der \u00e4lteren \u201eOstarbeiter\u201c. Er war laut <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0177\/140954622\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sterbeurkunde<\/a> am 23.M\u00e4rz 1907 in &#8222;Delew, Kreis Petrikowski&#8220; in Russland geboren, in der Urkunde  ist als Wohnort Gummersbach angegeben. (Der Geburtsort konnte in der Schreibweise nicht gefunden werden, in einer der Unterlagen steht &#8222;Belew&#8220;, damit k\u00f6nnte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Beljow\">Beljow<\/a> gemeint sein.) Laut einer Liste der Betriebskrankenkasse hat er ab dem 6. Juni 1944 bei Steinm\u00fcller gearbeitet (dort wird er als Pole gef\u00fchrt). Die Unterlagen bezeichnen seine Nationalit\u00e4t mal als polnisch, mal als russisch. Er wurde am 28. Oktober station\u00e4r im Krankenhaus Gummersbach aufgenommen und blieb dort bis zum 5. Januar 1945. Am 8. Januar 1945 ist er im Alter von 37 Jahren gestorben. Als <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948199\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Todesursache wird ein \u201eHerzleiden\u201c <\/a>angegeben. Er hinterlie\u00df eine Ehefrau, in der Sterbeurkunde steht: \u201eDer Verstorbene war verheiratet mit (Name und Wohnort der Frau unbekannt)\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hendryk Hajduk<\/strong> war am 11. Oktober 1922 in Lodz in Polen geboren. In seiner <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0076\/140432593\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> wird als Wohnort Kotthausen angegeben, er muss also in einem der beiden Lager dort interniert gewesen sein und bei der Firma Kind oder der Firma Simons gearbeitet haben. Er wurde am 31. Juli 1942 in Krankenhaus Gummersbach eingeliefert und ist dort \u2013 noch nicht einmal 20 Jahre alt \u2013 am 5. August 1942 <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150947913\/001.jpg\">an Diphtherie gestorben.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lambertus Martinus van der Heyden<\/strong> ist gerade einmal 18 Jahre alt geworden. Er war am 8. April 1923 in Vught in Holland geboren. Auf seiner <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0079\/140450734\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> wird als Wohnort Elsenroth angegeben, dort gab es kein Lager, er wird also wohl bei einem Landwirt gearbeitet haben. Er wurde am 17. M\u00e4rz 1941 ins Gummersbacher Krankenhaus eingeliefert und ist dort am 6. Juni 1941 an <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150947788\/001.jpg\">\u201eLungen- und Bauchfell-Tuberkulose\u201c<\/a> gestorben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Piotr Miatuikowski<\/strong> (als Miatnikowski in den Listen) war Pole, laut <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0134\/140730971\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sterbeurkunde<\/a> geboren am 20.September 1910 in <a href=\"https:\/\/pl.wikipedia.org\/wiki\/Burak%C3%B3w\">Burakow<\/a>. Gestorben ist er am 4. Dezember 1941 <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948199\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">an Magenkrebs<\/a> im Krankenhaus Gummersbach, dort war er am 2. Dezember eingewiesen worden. Die AOK vermerkt in einer Liste, dass er seit dem 24. Mai 41 in Morsbach bei Wilhelm Puhl als landwirtschaftlicher Gehilfe gearbeitet hatte. In einer Liste des Oberbergischen Kreises wird festgehalten: sein Eigentum von RM 7,65 \u201eist am 5.12.41 durch das St\u00e4dt. Krankenhaus an das Arbeitsamt Gummersbach abgeliefert worden\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anna Bida<\/strong> wurde am 3. Oktober 1924 in &#8222;Pidstawke&#8220; in Russland geboren. Ihr letzter Wohnort war laut <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0027\/140184902\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> Bergneustadt, dort hat sie nach einer Liste der AOK seit dem 6. September 1944 bei der Firma E.Leybold&#8217;s Nachfolger, K\u00f6lner Str. 46, gearbeitet, wo sich auch ein<a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/archive\/2-2-0-1_9072400\/?p=1&amp;doc_id=82420946\"> Internierungslager<\/a> befand. Am 2. Februar 1945 wurde sie ins Krankenhaus Gummersbach eingeliefert, wo sie am 15. M\u00e4rz 1945 im Alter von 20 Jahren gestorben ist. Das Standesamt gibt in einer <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948395\/001.jpg\">Liste<\/a> \u2013 wie bei vielen anderen ZwangsarbeiterInnen \u2013 Lungentuberkulose als Todesursache an. Das h\u00e4ufige Auftreten der Infektionen war eine Folge geschw\u00e4chter Immunsysteme und der beengten Wohnsituation der Zwangsarbeiterinnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Josef Venol<\/strong> (eher Vencl) war Tscheche, er wurde am 22.September 1902 in Raudnitz geboren. Er war schon seit dem 4. Juli 1939 Arbeiter bei L&amp;C Steinm\u00fcller. Am 8. April 1944 wurde er ins Krankenhaus eingeliefert, dort ist er am 11. April gestorben. Das Krankenhaus gibt als Todesursache \u201eAn\u00e4mie\u201c an.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kamiel Josef de Kerf<\/strong> hatte ab dem 20.M\u00e4rz 1942 an im KdF-Hotel Waldbr\u00f6l gearbeitet und war auch dort interniert. Er war laut <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0097\/140540238\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> am 26. September 1890 in Steendorf\/Belgien geboren. Am 25. Dezember 1942 wurde er in Krankenhaus Gummersbach eingeliefert, dort ist er schon vier Tage sp\u00e4ter, am 29. Dezember, an <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150947849\/001.jpg\">offener Lungentuberkulose<\/a> gestorben. Dass er mit einer so ansteckenden Krankheit erst so sp\u00e4t ins Krankenhaus kam, wirft ein Licht auf die hygienischen Verh\u00e4ltnisse im KdF-Hotel und im Lager der Zwangsarbeiter dort.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Maiborowda<\/strong> war eine unbekannte m\u00e4nnliche Person, er ist gestorben am 12. April 1945, also in den Tagen, als der Krieg im Oberbergischen mit den letzten Gefechten zu Ende ging. Wahrscheinlich ist er in einen Schusswechsel geraten, denn als Todesursache ist in einer <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948031\/001.jpg\">Liste des Standesamtes<\/a> \u201eBauch- und Lungensteckschuss\u201c angegeben. Wir wissen nicht, wo er herkam. Nicht einmal sein Vorname ist bekannt. In der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/de\/document\/76804219\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sterbeurkunde<\/a> wird er als &#8222;Ostarbeiter&#8220; bezeichnet, er muss so schwer verletzt gewesen sein, dass er auf dem Weg in Krankenhaus gestorben ist. &#8211; In der Liste der Betriebskrankenkasse der Fa. Leopold Krawinkel ist eine Natalia Maiboroda eingetragen, die am 25. August 1924 in Uspensk geboren ist und vom 14. Dezember 1942 bis zum 9. April 1945 dort gearbeitet hat. M\u00f6glich w\u00e4re, dass es sich um seine Frau handelte und er unterwegs war, um sie zu suchen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Flori Moldavan<\/strong> war geboren am 11. April 1907 in Rum\u00e4nien und kam aus Pojeny. Gestorben ist er am 20. April 1945 in Gummersbach an Lungenentz\u00fcndung (<a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150947931\/001.jpg\">Liste der Stadt Gummersbach<\/a>). Er war bei seiner Einlieferung ins Krankenhaus Gummersbach am 20. April wohl schon so krank, dass er am selben Tag verstarb. Er war verheiratet, doch auf der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0138\/140750314\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> steht \u201eName und Wohnort der Ehefrau unbekannt\u201c &#8211; seine Frau ist wohl nicht von seinem Tod benachrichtigt worden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Cornelius Kooymans<\/strong> war Elektromonteur und kam aus Holland. In seiner <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0103\/140571038\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> ist als Geburtsort zwar Herne angegeben, sein letzter Wohnort war aber Rotterdam. Geboren war er am 7. Februar 1916, gestorben ist er am 20. April 1945 in Gummersbach. Wo er gearbeitet hatte und in welchem Lager er untergebracht war, wissen wir nicht. Er muss sich auf jeden Fall mit Tuberkulose infiziert haben, denn er war am 14. April, also kurz nach dem Einmarsch der US-Truppen, ins Gummersbacher Krankenhaus eingeliefert worden, dort ist er dann 6 Tage sp\u00e4ter an offener <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948345\/001.jpg\">Lungentuberkulose<\/a> gestorben. Angeh\u00f6rige haben die Beh\u00f6rden nicht gefunden, denn sein Eigentum von 55 Gulden wurde vom Krankenhaus an die Reichsbank Gummersbach \u00fcberwiesen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jozwik Czeslaw<\/strong> war Arbeiter, laut <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020204\/0022\/105659566\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> geboren am 5. Februar 1929 (Ort unbekannt, aber als \u201eRusse\u201c eingeordnet). Gestorben ist er wohl am 11. April 1945 im Alter von gerade 16 Jahren in Gummersbach, laut einer <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948309\/001.jpg\">Liste der Stadt<\/a> durch einen Granatsplitter (er wurde tot aufgefunden). N\u00e4here Angaben, wo und wie genau er zu Tode kam, sind nicht zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tatjana Taranowa<\/strong> kam aus &#8222;Russland&#8220;. Sie war am 15. Dezember 1920 in &#8222;Petrowka&#8220; im Kreis &#8222;Kirowoyradskoi&#8220; geboren. (M\u00f6glicherweise ist der ukrainische Ort Petrowe im Oblast <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oblast_Kirowohrad\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kirowohrad<\/a> &#8211; russisch &#8222;Kirowogradskaja oblast&#8220; gemeint.) Laut <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0203\/141087212\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> wohnte sie in R\u00fcnderoth, sie hat nach einer Liste der Betriebskrankenkasse vom 2. November 1942 bis zum 17. Juli 1944 bei der Firma D\u00f6rrenberg als Hilfsarbeiterin gearbeitet. Dort muss sie sich im Zwangsarbeiterinnen-Lager oder bei der Arbeit infiziert haben, denn sie wurde nach dem 17. Juli 1944 als \u201eTbc-krank\u201c aus der Liste ausgetragen. Wie sie behandelt wurde, ist nicht ganz nachzuvollziehen. Sie wurde erst am 18. August 1944 ins Gummersbacher Krankenhaus eingeliefert, am 23. Februar 1945 wurde sie entlassen. Sie war aber offensichtlich nicht gesund, denn am 16. April 1945 kam sie (sicher auf Betreiben der inzwischen einmarschierten US-Truppen) wieder in Krankenhaus, wo sie dann am 21. April 1945 im Alter von 25 Jahren an <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948233\/001.jpg\">Lungentuberkulose<\/a> verstarb.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wasil Vinogradnij<\/strong> (in den Listen Winogradny) war als landwirtschaftlicher Arbeiter im Oberbergischen Kreis. Er war geboren am 7. Juni 1921 in &#8222;Pawlowka \/ Kreis Stalino \/ Russland&#8220; (heute Donezk\/Ukraine). Wo er gearbeitet hat, l\u00e4sst sich nicht rekonstruieren. Gestorben ist er laut <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948253\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> am 9. Juli 1943 in Kalteneich (bei Derschlag). In der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948253\/001.jpg\">Liste des Standesamtes<\/a> ist als Todesursache \u201eTod durch Erh\u00e4ngen\u201c angegeben, in einer anderen Liste steht \u201eFreitod\u201c. Was wirklich geschehen ist, konnten wir nicht herausfinden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Valentina Potozkaja<\/strong> wird in der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020204\/0008\/110298055\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> als \u201eOstarbeiterin\u201c bezeichnet,geboren am 31. Dezember 1927 in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Taganrog\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Taganrog \/ Russland<\/a>. Sie war also h\u00f6chstens 15 Jahre alt, als sie zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt wurde. Als letzter Wohnort ist Lindlar angegeben, sie muss also in einem der Lager interniert gewesen sein, die in der Gemeinde Lindlar lagen. Am 25. Mai 1944 wurde sie ins Krankenhaus Gummersbach eingeliefert, dort ist sie im Alter von 16 Jahren am 5. August 1944 <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150947925\/001.jpg\">an offener Lungentuberkulose gestorben<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Janina Galant<\/strong> war Landarbeiterin, sie war aus Polen zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert worden. Laut <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0064\/140374870\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> wohnte sie in Oberbantenberg, wahrscheinlich hat sie auf einem der H\u00f6fe dort gearbeitet. Geboren war sie am 18. August 1926 in Colizow (<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Goliszew%2C_Greater_Poland_Voivodeship\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goliszew<\/a>). Am 16.September 1944 ist sie im Alter von 18 Jahren (<a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150947913\/001.jpg\">nach einer Liste der Stadt Gummersbach<\/a>) an Diphtherie gestorben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wasil Romanow<\/strong> war ein weiteres Opfer der Lungentuberkulose. Er wird in der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0171\/140921836\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> als \u201eOstarbeiter\u201c und \u201eRusse\u201c bezeichnet, als Geburtsdatum ist dort der 9. Oktober 1921 angegeben, seinen Geburtsort kannten die Beh\u00f6rden nicht. Er wurde aus Wipperf\u00fcrth in Gummersbacher Krankenhaus eingeliefert (am 22. Mai 1944), gestorben ist er am 13. Juli 1944 im Alter von 22 Jahren. Seine Todesursache ergibt sich aus einer <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150947925\/001.jpg\">Liste der Stadt Gummersbach<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sophie Josefa Sosnowska<\/strong> war ein S\u00e4ugling, sie ist nur 4 Monate alt geworden. Geboren war sie am 19. M\u00e4rz 1944 in Bonn, am 25. Juli 1944 ist sie in Gummersbach gestorben (<a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020204\/0013\/110402956\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a>). Die Stadtverwaltung gibt in einer <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948199\/001.jpg\">Liste <\/a>als Todesursache \u201eFurunkulose\u201c an. Laut Sterbeurkunde wohnte die kleine Sophie Josefa in Hanfgarten, dort hat (nach einer Liste der AOK) ihre Mutter ab dem 9. Mai 1944 bei einem Landwirt gearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anna Schwez<\/strong> wird als &#8222;Russin&#8220; bezeichnet, sie war im Jahr 1917 in &#8222;Choroscha&#8220; (wahrscheinlich <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Choroschiw\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Chorischiw<\/a> in der Ukraine) geboren. Die <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0184\/140990397\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> gibt als letzten Wohnort Nieder-Habbach (bei Frielingsdorf) an, dort befand sich ein sehr gro\u00dfes ZwangsarbeiterInnen-Lager, in dem nach <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/H\/Child%20Tracing%20Branch%20General%20Documents\/General%20Documents\/02020001\/aa\/cf\/oy\/001.jpg\">Angaben der Gemeindeverwaltung<\/a> 450 \u2013 500 Menschen aus der Sowjetunion interniert waren (siehe Karte und Liste Lindlar \u2013 Li-7). Dieses Lager wurde durch den Werkschutz der Firma Schmidt und Clemens in Kaiserau bewacht, so dass man annehmen kann, dass die Insassen bei S&amp;C gearbeitet haben. Anna Schwez war zun\u00e4chst vom 23. M\u00e4rz bis zum 5. April 1944 im Krankenhaus Gummersbach, dann wurde sie wieder am 23. Mai eingeliefert und ist am 24. Mai im Alter von 27 Jahren verstorben Als Todeursache gibt eine <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948253\/001.jpg\">Liste des Standesamtes<\/a> \u201eBauchfellentz\u00fcndung\u201c an.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Warvara Korniewa<\/strong> war am 17. Oktober 1922 in &#8222;Gorlowka \/Kreis Stalino in Russland&#8220; (heute Donezk \/ Ukraine) geboren. Sie wird in der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0104\/140575910\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> als \u201eFabrikarbeiterin\u201c bezeichnet, als Wohnort ist Rebbelroth angegeben (dort gab es ein Zwangsarbeiterinnenlager der Lederwarenfabrik Kritzler). Seit wann sie dort war, wissen wir nicht genau. Sie muss aber schon 1942 im Oberbergischen gewesen sein, denn vom 21.10.42 bis zum 15.12.42 war sie station\u00e4r im Gummersbacher Krankenhaus. Am 29. Mai 1944 ist sie im Alter von 21 Jahren gestorben, das <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948294\/001.jpg\">Standesamt<\/a> nennt als Todesursache \u201eGehirnabsze\u00df\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alexander Haranin<\/strong> war gerade 17 Jahre alt geworden, als er starb. Laut <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0076\/140436432\/001.jpg\">Sterbeurkunde <\/a>war er am 20. Oktober 1926 in \u201eSchacti, Gau Rostow\u201c in Russland geboren. Als Wohnort wird dort <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kupferberg_(Wipperf%C3%BCrth)\">Kupferberg <\/a>(Ortsteil von Wipperf\u00fcrth) angegeben. Dort befand sich die Kupfer-Grube \u201eDanielszug\u201c, in der viele Zwangsarbeiter schufteten, und ein dazugeh\u00f6riges <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/H\/Child%20Tracing%20Branch%20General%20Documents\/General%20Documents\/02020001\/aa\/cf\/ob\/002.jpg\">gro\u00dfes Lager<\/a> (siehe Karte, Wip-3)<a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/H\/Child%20Tracing%20Branch%20General%20Documents\/General%20Documents\/02020001\/aa\/cf\/ob\/002.jpg\">.<\/a> Wir k\u00f6nnen davon ausgehen, dass Alexander Haranin in der Grube gearbeitet hat. Im Lager hat er sich &#8211; geschw\u00e4cht durch die harte Arbeit \u2013 mit Tuberkulose infiziert. Er war nach Angaben des Krankenhauses Wipperf\u00fcrth dort vom 13. bis zum 18. Oktober 1943 wegen Lungen-Tbc in Behandlung und wurde dann ins Gummersbacher Krankenhaus \u00fcberf\u00fchrt, wo er am 13. November 1943 gestorben ist. Die Krankheit muss sich noch weiter verschlimmert haben, denn das <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948253\/001.jpg\">Standesamt<\/a> nennt als Todesursache \u201eoffene Lungentuberkulose\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Magomel Isaen<\/strong> (der Vorname wird auch Magomat oder Magomet geschrieben) wurde am 9. Januar 1944 im Wald bei Niederse\u00dfmar tot aufgefunden, In einer <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948356\/001.jpg\">Liste der Stadt Gummersbach<\/a> wird sein Alter mit 37 Jahren angegeben \u2013 mehr ist nicht bekannt. Auch in der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0084\/140474141\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> steht fast \u00fcberall \u201eunbekannt\u201c. Wir wissen nicht, wo er her kam, woran er gestorben ist und ob er einem Verbrechen zu Opfer fiel. Auf Grund seines Alters kann man davon ausgehen, dass es sich bei ihm um einen Kriegsgefangenen handelte. Es gab einige F\u00e4lle, in denen russische Kriegsgefangene von den Wachmannschaften oder von der Gestapo erschossen worden sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ignat Golemba<\/strong> war am 15. Dezember 1915 geboren. Sein Geburtsort wird in der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0069\/140399961\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> mit \u201eSchabutierzu\u201c angegeben, in einer <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948253\/001.jpg\">Liste des Standesamtes<\/a> steht \u201eSchebutinzu\u201c &#8211; beide Orte sind in dieser Schreibweise nicht zu finden, sein Geburtsort soll sich aber in Russland befinden. Aus einer Liste der AOK geht hervor, dass er vom 8. April 1943 bis zum 8. Januar 1944 bei Kind &amp; Co, in Bielstein gearbeitet hat. Am 3. M\u00e4rz 1944 wurde er in das Krankenhaus Gummersbach eingeliefert, wo er am 13. April 1944 im Alter von 28 Jahren an Lungentuberkulose starb.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Genadin Sobelewa<\/strong> (richtiger: Sobolewa) ist nicht einmal ein Jahr alt geworden. Er wurde am 30. Juni 1943 geboren, sein in der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020204\/0013\/110402475\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> genannter Geburtsort <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Idriza\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Idritza<\/a> in Russland l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen, dass seine Mutter nach seiner Geburt zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert wurde und ihr Kind mitgenommen hat. Nach einer <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948233\/001.jpg\">Liste der Stadt Gummersbach<\/a> ist der kleine Genadin am 20. April 1944 an Masern gestorben. Weil der Wohnort pauschal mit &#8222;Gummersbach&#8220; angegeben ist, wissen wir nicht, in welchem Lager seine Mutter mit ihm interniert war.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wassilij Semjanski <\/strong>wurde am 1. Februar 1923 in &#8222;Burscha&#8220; im &#8222;Sardarin-Gebiet&#8220; in &#8222;Russland&#8220; geboren. Seine <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020208\/0024\/143838298\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> gibt als letzten Wohnort Bergneustadt an, er muss also in einem der Lager dort gelebt und bei einer der Bergneust\u00e4dter Firmen gearbeitet haben. Er wurde am 8. M\u00e4rz 1944 in das Krankenhaus Gummersbach eingeliefert, dort ist er am 27. April 1944 im Alter von 21 Jahren gestorben. Einer <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948233\/001.jpg\">Liste der Stadt Gummersbach<\/a> k\u00f6nnen wir entnehmen, dass auch er \u2013 wie viele andere Zwangsarbeiter \u2013 an Lungentuberkulose starb.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ina Schmarw<\/strong> (eigentlich Schmarow) war ein polnisches Kind. Geboren war sie am 24. M\u00e4rz 1943 in Gotok, sie muss also danach mit ihrer Mutter nach Deutschland gekommen sein, die hierher zur Zwangsarbeit deportiert wurde. Gestorben ist sie am 20. April 1944 an Masern. (Dass Todesdatum und -ursache mit Genadin Sobolewa \u00fcbereinstimmen, kann eine Verwechslung bei den Beh\u00f6rden sein, es kann aber auch bedeuten, dass die beiden Kinder im selben Lager waren und sich gleichzeitig angesteckt hatten.) Ihre Mutter Paulina Schmarowa war laut Liste der AOK vom 6. April 1944 bis zum 12. April 1945 bei der Firma Sondermann in Gummersbach als Arbeiterin gef\u00fchrt. Quellen: <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020204\/0011\/110342759\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948199\/001.jpg\">Liste der Stadtverwaltung<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Leonid Stroschinsky<\/strong>, geboren am 26. Dezember 1927 in \u201eJasen \/ Russland\u201c (laut <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020204\/0014\/110406890\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a>) war noch nicht einmal 15 Jahre alt, als er \u2013 wie es in einer Liste der AOK dokumentiert ist \u2013 am am 11. September 1942 begann, bei der Firma Eichhoff &amp; Co in Marienheide zu arbeiten. Er wird dann auch im zur Firma geh\u00f6renden Zwangsarbeiterlager interniert gewesen sein. Am 24. April 1944 wurde er ins Gummersbacher Krankenhaus eingeliefert, wo er am 2. Mai 1944 im Alter von 16 Jahren gestorben ist. Das <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948253\/001.jpg\">Standesamt<\/a> gibt als Todesursache \u201eBlutvergiftung\u201c an, er muss sich also eine Verletzung zugezogen haben, die schlecht versorgt wurde und sich entz\u00fcndet hatte. &#8211; Ein Schlaglicht auf die \u201eEntlohnung\u201c der Zwangsarbeiter wirft eine \u201e<a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948481\/001.jpg\">Liste der sichergestellten Gegenst\u00e4nde<\/a>\u201c: Er hatte bei seiner Einlieferung ins Krankenhaus 31,80 Reichsmark bei sich. Das d\u00fcrfte ein Teil des \u201eLohns\u201c sein, den er in den eineinhalb Jahren erhalten hatte. Nominell war die Entlohnung nat\u00fcrlich h\u00f6her, aber die Firmen mussten einen Teil des Lohns an das Arbeitsamt als \u201eOstarbeiter-Abgabe\u201c zahlen, ein weiterer Teil wurde den Arbeiterinnen und Arbeitern f\u00fcr Unterkunft und Verpflegung im Lager abgezogen. Dazu hatte die NS-B\u00fcrokratie <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/H\/Child%20Tracing%20Branch%20General%20Documents\/General%20Documents\/05040000\/aa\/ab\/kf\/001.jpg\">akribische Listen<\/a> erstellt, aus denen man ersehen kann, dass ein \u201eOstarbeiter\u201c nur 10% bis 30% des Lohnes seiner deutschen Kollegen erhielt. Das Geld, das Leonid Stroschinski bei seiner Einlieferung ins Krankenhaus bei sich hatte, wird wohl an die Firma Eichhoff zur\u00fcck \u00fcberwiesen worden sein \u2013 oder es wurde von der Reichsbank eingezogen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Victor Podojko<\/strong> wurde laut Unterlagen am 4. Juni 1924 in Nedaschki, Kreis Schitomir in &#8222;Russland&#8220; (genauer: Ukraine) geboren. Seine <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0160\/140864556\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> gibt als letzten Wohnort \u201eBerghausen\u201c an, das bedeutet, dass er in einem der zu den Stahlwerken im Leppetal geh\u00f6rigen Lager interniert gewesen sein muss. Die Arbeiter von Chr. H\u00f6ver und Sohn werden in den Listen der AOK aufgef\u00fchrt, weil er dort nicht auftaucht, muss er wohl bei Schmidt &amp; Clemens gearbeitet haben. Er wurde am 25. M\u00e4rz 1944 in Krankenhaus in Gummersbach eingeliefert, dort ist er am 10. Mai 1944 \u2013 kurz vor seinem 20. Geburtstag \u2013 gestorben. Die Stadt Gummersbach gibt in ihrer <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150947925\/001.jpg\">Liste<\/a> Lungentuberkulose als Todesursache an.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Theofila Amrogowiez<\/strong> war Polin, geboren am 29. Mai 1928 in Podkajcyki, Kreis Tranopol (heute Ternopil, Ukraine) . Sie hat (nach Angaben der AOK) schon im Alter von 14 Jahren, vom 22. Dezember 1942 bis zum 28. Mai 1943 beim Eisen- und Stahlbau in Morsbach gearbeitet. In der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020204\/0018\/105638615\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> wird sie als \u201eHilfsarbeiterin\u201c bezeichnet. Nach Angaben des Krankenhauses Gummersbach ist sie dort am 28.5.1943 eingeliefert worden und am 1.9.1943 an \u201eBlinddarm- und Bauchfellentz\u00fcndung\u201c gestorben (In der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150947913\/001.jpg\">Liste der Stadt Gummersbach<\/a> steht nur \u201eBlinddarmentz\u00fcndung\u201c). Welche Umst\u00e4nde zu einem \u00fcber drei Monate dauernden Krankenhausaufenthalt gef\u00fchrt haben, ist nicht ersichtlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vincenzo Poliehetti<\/strong> war am 1. August 1922 in Nocera Inferiore \/ Italien geboren, in seiner <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0161\/140867826\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> steht sonst nicht viel mehr. Der Nachname scheint aber ein Schreibfehler zu sein, denn unter dem Namen \u201ePolichetti\u201c l\u00e4sst sich sein Schicksal etwas genauer nachvollziehen: Er geriet in deutsche Kriegsgefangenschaft und arbeitete von Ende 1943 bis Ende 1944 bei Krupp in Essen, sp\u00e4ter wohl in Hemer. Nach seiner <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020201\/0384\/142883079\/001.jpg\">Arbeitskarte<\/a> wurde er am 1.9.1944 \u201ein das zivile Arbeitsverh\u00e4ltnis \u00fcberf\u00fchrt\u201c. Allerdings wird er in einer Liste eines \u201eStabszahlmeisters\u201c in Hemer vom 14. Dezember 1944 weiter als Kriegsgefangener gef\u00fchrt und zum \u201eWestwall-Einsatz\u201c kommandiert, von dem er nicht nach Essen zur\u00fcckkehrt. Wie genau er nach Gummersbach gekommen ist, bleibt unklar. Vielleicht hat er eine M\u00f6glichkeit gefunden, sich nach dem unsinnigen Einsatz am \u201eWestwall\u201c abzusetzen, vielleicht wurde er auch &#8211; wie viele andere Gefangene &#8211; von den Nazi-Truppen vom Rhein nach Osten getrieben, damit er nicht in Kontakt mit den US-Truppen kommt. Er wird jedenfalls am 15. M\u00e4rz 1945 ins Krankenhaus Gummersbach eingeliefert und stirbt dort am 26. M\u00e4rz 1945 im Alter von 22 Jahren, nach <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948070\/001.jpg\">Angaben des Standesamtes<\/a> an Fleckfieber.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nikolai Ljatschenko<\/strong> war laut Sterbeurkunde am 15. September 1927 in &#8222;Salatucke&#8220; in Russland geboren. Au\u00dfer der Bezeichnung \u201eOstarbeiter\u201c steht in der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020204\/0002\/110249747\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> noch sein Wohnort K\u00f6ln. Dass er in Gummersbach gestorben ist, l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen, dass er zu denen geh\u00f6rte, die von K\u00f6ln in Richtung Sauerland marschieren mussten, damit die anr\u00fcckenden US-Truppen Zeugen f\u00fcr die Verbrechen der Nazis antrafen. Bei diesen M\u00e4rschen wurden Kranke zur\u00fcckgelassen. Sein Todesdatum \u2013 er wurde am 6.2.45 ins Krankenaus Gummersbach eingeliefert und ist am 23. Februar 1945 im Alter von 17 Jahren gestorben \u2013 k\u00f6nnte in diese Zeit passen, seine <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150947820\/001.jpg\">Todesursache Lungentuberkulose<\/a> ist ein Beleg f\u00fcr eine stark geschw\u00e4chte Gesundheit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nikolei Bondarew<\/strong> kam aus &#8222;Russland&#8220;, er war am 16. Dezember 1898 in Rotno, Kreis Stalino (heute Donezk, Ukraine) geboren. In der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0032\/140206772\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> wird sein Wohnort mir \u201eR\u00fcnderoth, Ostlager\u201c angegeben, er muss Kriegsgefangener gewesen sein. Ab dem 13. September 1944 hatte er bei der Firma D\u00f6rrenberg gearbeitet. Am 28. Dezember wurde er \u2013 wohl zu sp\u00e4t &#8211; ins Krankenhaus Gummersbach eingeliefert, schon am n\u00e4chsten Tag ist er im Alter von 47 Jahren gestorben. Als <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948309\/001.jpg\">Todesursache<\/a> wird \u201eBauchfell-Entz\u00fcndung&#8220; angegeben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joseph Borgstrom<\/strong> war ein holl\u00e4ndischer Arbeiter, geboren am 5. Juni 1914 in Rotterdam. Die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0032\/140210114\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> gibt einen Wohnort in Holland an, daher k\u00f6nnen wir nicht rekonstruieren, wo er hier im Oberbergischen gearbeitet hat. Er wurde nach einer Liste des Krankenhauses Gummersbach am 1. April 1945 dort eingeliefert, gestorben ist er am 13. April 1945. Das <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948345\/001.jpg\" target=\"_blank\">Standesamt<\/a> bescheinigt als Todesursache \u201eFleckfieber\u201c, diese Infektion konnte sich in den Lagern auf Grund der mangelhaften hygienischen Bedingungen verbreiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paul Kaidaniek<\/strong> war 1915 in Russland geboren (Ort und Datum sind in der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0092\/140516698\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> unbekannt). Er wohnte in Bergneustadt. Am 15. M\u00e4rz 1945 wurde er ins Krankenhaus Gummersbach eingeliefert \u2013 wahrscheinlich war er durch die Arbeit und das Leben im Lager schon sehr krank, kam aber erst zu sp\u00e4t in Behandlung. Er starb am 16. April 1945 im Alter von 30 Jahren, nach <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948356\/001.jpg\">Angaben der Stadt Gummersbach<\/a> an Lungentuberkulose.<\/p>\n\n\n\n<p>Sein Sohn Willi war am 2. April 1943 in Bergneustadt geboren und ist nicht einmal 2 Monate alt geworden, am 31. Mai 1943 ist er an \u201eErn\u00e4hrungsst\u00f6rungen\u201c gestorben &#8211; das Kind hatte nicht die richtige oder nicht genug Nahrung bekommen! Das Grab des kleinen Willi befindet sich auf dem Bergneust\u00e4dter Friedhof.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Iwan Nedaschkowsky<\/strong> war am 27. September 1926 in Nedaschki in der Sowjetunion (Ukraine) geboren. Schon mit 16 Jahren, am 20. Februar 1943, begann er bei der Firma Zapp in Bickenbach bei Engelskirchen zu arbeiten, dort war er auch im <a href=\"http:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/?page_id=487\">Lager der Firma<\/a> interniert. Am 8. November 1944 wurde er ins Krankenhaus Gummersbach eingeliefert, dort ist er im Alter von 18 Jahren <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0142\/140774049\/001.jpg\">am 14. Dezember 1944 gestorben<\/a>. Das <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150947925\/001.jpg\">Standesamt bescheinigt<\/a> als Todesursache Lungentuberkulose.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wiscaw Schasiak<\/strong> (wahrscheinlich \u201eWislaw\u201c, auch Wiseaw geschrieben, Nachname auch Stasiak) war ein kleiner Junge, der am 1. M\u00e4rz 1941 in Bibianow in Polen geboren war. Laut <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020204\/0014\/110406694\/001.jpg\">Sterbeurkunde<\/a> ist er am 4. Dezember 1944 im Alter von drei Jahren in Gummerbach gestorben. Beide Eltern \u201ewohnten\u201c auch in Gummersbach \u2013 wahrscheinlich in einem der Zwangsarbeiter-Lager. Seine Mutter und sein Vater arbeiteten nach einer Liste der AOK bei der Firma Sondermann, die auch ein Lager unterhielt. Nach einer <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948199\/001.jpg\">Liste der Stadt Gummersbach<\/a> ist der kleine Wiseaw ertrunken. Die tragischen Umst\u00e4ndes seine Todes schildert die <a href=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/BerichtLudwikaKukielka.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zeitzeugin Ludwika Kukiela, die als Kind mit ihren Eltern im Lager der Firma Sondermann wohnte. (Seite 8) <\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-9955cc57-3c28-402c-84dd-7cf74769f102\">zur\u00fcck zur Seite &#8222;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/oberberg-ist-bunt.org\/Zwangsarbeit\/ZwangsarbeitOberberg.html\" target=\"_blank\">Zwangsarbeit im Oberbergischen Kreis<\/a>&#8222;<\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-9d277de5-96f8-4d26-a394-d1e1b6ef2928\">zur\u00fcck zur Seite &#8222;<a href=\"http:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/?page_id=541\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gedenkorte<\/a>&#8222;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Feld wird auf einer Hinweistafel als &#8222;Ausl\u00e4nder-Ehrengr\u00e4ber&#8220; bezeichnet. Auf einer S\u00e4ule werden die Bestatteten nach Nationalit\u00e4ten sortiert, an oberster Stelle wird ein &#8222;Volksdeutscher&#8220; genannt (Der Begriff &#8222;Volksdeutsche&#8220; ist bei den Nazis gepr\u00e4gt worden f\u00fcr Menschen mit deutsche Wurzeln, die ihre Heimat im Ausland hatten). 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