{"id":446,"date":"2020-11-19T18:24:22","date_gmt":"2020-11-19T17:24:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/?page_id=446"},"modified":"2025-10-03T13:37:48","modified_gmt":"2025-10-03T11:37:48","slug":"gedenkort-friedhof-marienheide","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/gedenkort-friedhof-marienheide\/","title":{"rendered":"Gedenkort Friedhof Marienheide"},"content":{"rendered":"\n<p>Am Ende des Friedhofs Klosterstra\u00dfe in Marienheide liegt ein Gr\u00e4berfeld f\u00fcr ZwangsarbeiterInnen. Die meisten waren zun\u00e4chst auf dem damals neuen Friedhof in Oberwette begraben, der ganz in der N\u00e4he des damaligen &#8222;Provinzialkrankenhauses&#8220; lag. In diesem Krankenhaus sind viele der Menschen gestorben, an die die Grabsteine erinnern. Es sieht so aus, dass nach dem Einmarsch der US-Truppen im April 1945 viele entkr\u00e4ftete und kranke Menschen aus den Zwangsarbeiter-Lagern in das Krankenhaus eingeliefert wurden, von denen einige an den Folgen der Zwangsarbeit und der Krankheiten gestorben sind.  <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"724\" src=\"http:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/AlleSteine-k-1024x724.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-447\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/AlleSteine-k-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/AlleSteine-k-300x212.jpg 300w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/AlleSteine-k-768x543.jpg 768w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/AlleSteine-k.jpg 1450w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"724\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/NamenFriedhofMarienheide-w-s-724x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-448\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/NamenFriedhofMarienheide-w-s-724x1024.jpg 724w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/NamenFriedhofMarienheide-w-s-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/NamenFriedhofMarienheide-w-s-768x1087.jpg 768w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/NamenFriedhofMarienheide-w-s.jpg 826w\" sizes=\"auto, (max-width: 724px) 100vw, 724px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Wir haben versucht, Informationen \u00fcber die Menschen zu finden, die sich hinter den Namen verbergen. Wir haben beim Arolsen-Archiv recherchiert, die Links f\u00fchren zu den dort liegenden Dokumenten. <em>(Ein Hinweis: Man muss zun\u00e4chst die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/arolsen-archives.org\/content\/uploads\/general-terms-of-use-arolsen-archives-2019-10-de.pdf\" target=\"_blank\">Nutzungsbedingungen des Archivs<\/a> anerkennen, um die Unterlagen zu sehen &#8211; das lohnt sich aber. In den F\u00e4llen, in denen die Daten in Listen vorliegen, die auch andere Personen betreffen, haben wir die Quellen nicht direkt verlinkt, sie sind aber \u00fcber das <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/search\/\" target=\"_blank\">Arolsen-Archiv<\/a> nach Eingabe des Namens zu finden.)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anatolie Bontarienko<\/strong> geboren am 8. September 1918 (nach anderen Unterlagen am 19.8.1918), laut <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0032\/140207203\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sterbeurkunde<\/a> wohnhaft in K\u00f6ln, ist am 20. Februar 1945 ins Krankenhaus Marienheide eingeliefert worden und dort am 25. Februar 1945 im Alter von 26 Jahren an \u201eKreislaufdekompensation\u201c gestorben (<a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150947797\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Liste des Gesundheitsamtes<\/a>), das Krankenhaus f\u00fchrt ein Mitralvitium und Nierenversagen als Todesursache an. Auf der Sterbeurkunde ist kein Geburtsort angegeben, er wird als &#8222;ausl\u00e4ndischer Arbeiter&#8220; bezeichnet, das Gesundheitsamt bezeichnet ihn mit &#8222;Russe&#8220;. Die Tatsache, dass als Wohnort &#8222;K\u00f6ln&#8220; angegeben ist, k\u00f6nnte dadurch erkl\u00e4rt werden, dass wegen des bevorstehenden Einmarsches der US-Truppen viele Insassen der Lager in K\u00f6ln auf Todesm\u00e4rschen nach Osten getrieben wurden, damit die Amerikaner keine Zeugen der NS-Verbrechen antreffen. Auf diesen M\u00e4rschen sind eine ganze Reihe von Menschen umgekommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Maria Rewko<\/strong> war ein Kind, sie ist nach der Befreiung, am 13. Juli 1945, in Bonn geboren und starb am 22. Oktober 1945 im Alter von 3 Monaten in Oberwette, also im Provinzialkrankenhaus Marienheide. Sie wird als polnische Staatsangeh\u00f6rige bezeichnet. Auf der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020204\/0009\/110331967\/001.jpg\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020204\/0009\/110331967\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sterbeurkunde<\/a> ist als Wohnort der Mutter &#8222;Berghausen&#8220; angegeben. Dort (in der N\u00e4he von Kaiserau) befand sich ein Durchgangslager f\u00fcr DPs [= Displaced Persons, hier meist ZwangsarbeiterInnen oder Kriegsgefangene], die auf ihre R\u00fcckkehr in die Heimat warteten. Aus einem <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/de\/document\/81346496\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hilfeersuchen der Mutter<\/a> geht hervor, dass sie schon im Alter von 17 Jahren Zwangsarbeiterin in Hemmerich (Bornheim) war, sp\u00e4ter im DP-Camp in Niederlahnstein wohnte uns schlie\u00dflich nach England auswanderte<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Simon Larschiow<\/strong> &#8211; Von ihm kennen wir nur das Sterbedatum 10. Mai 1945. In der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948384\/002.jpg\" target=\"_blank\">Liste des Friedhofsamts<\/a> wird als Begr\u00e4bnisort noch der &#8222;neue Friedhof&#8220; in Oberwette angegeben, das l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen, dass er im Krankenhaus gestorben ist. Der Tod ist aber nicht beurkundet worden, Unterlagen des Krankenhauses haben wir nicht gefunden. Das Friedhofsamt gibt seine Staatsangeh\u00f6rigkeit mit &#8222;UdSSR&#8220; an.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sonja Ruksawa<\/strong> ist im Alter von 37 Jahren am 2. Juli 1945 (laut Liste des Arbeitsamtes Gummersbach vom 12.1.1946) an Brustkrebs gestorben. Nach den Angaben auf der Sterbeurkunde (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0174\/140934630\/001.jpg\" target=\"_blank\">Seite 1<\/a> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0174\/140934630\/002.jpg\" target=\"_blank\">Seite 2<\/a>) wohnte sie in Eibach. Dort befand sich bis zum Einmarsch der Amerikaner ein gro\u00dfes ZwangsarbeiterInnen-Lager, dass anschlie\u00dfend zu einem Durchgangslager f\u00fcr DPs (siehe Erl\u00e4uterung bei Maria Rewko) umgewandelt wurde. Auf der Sterbeurkunde ist handschriftlich &#8222;Ru\u00dfland&#8220; vermerkt. Als Sterbeort wird &#8222;Oberwette&#8220; angegeben, also ist sie im Krankenhaus verstorben. Wann sie ins Krankenhaus eingeliefert wurde, geht aus den Unterlagen nicht hervor.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nikolai Grischenko<\/strong> wird in einer <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948058\/001.jpg\" target=\"_blank\">von der Gemeinde erstellten Liste <\/a>als Pole gef\u00fchrt, ist am 10. Mai 1945 wahrscheinlich im Krankenhaus gestorben. Mehr konnten wir \u00fcber ihn nicht in Erfahrung bringen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anatonie Schutein<\/strong> war 19 Jahre alt, als er am 12. Juli 1945 starb (in Oberwette, also wahrscheinlich im Krankenhaus). Die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0184\/140990092\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> gibt keine Auskunft \u00fcber die Todesursache. Auch bei ihm ist als Wohnort &#8222;Berghausen&#8220; angegeben, es wird sich wohl um das Lager f\u00fcr DPs in Kaiserau gehandelt haben (siehe Erl\u00e4uterung bei Maria Rewko). Er war sowjetischer Staatsb\u00fcrger.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alexi Lawuche<\/strong> war noch nicht einmal 19 Jahre alt, als er am 23. September 1944 starb. Als Todesursache ist in der Liste des Arbeitsamtes eine &#8222;Vereiterung des Fu\u00df- und Sprunggelenkes&#8220; angegeben, er muss also eine Verletzung gehabt haben, die schlecht oder zu sp\u00e4t versorgt wurde. Er ist geboren am 1. Oktober 1925 in &#8222;Stalino \/ Russland&#8220; (heute Donezk \/ Ukraine) und war als Zwangsarbeiter in Wipperflie\u00df (zwischen der Bruchertalsperre und Marienheide) bei der Firma Ommer &amp; Gebske (in der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0117\/140642514\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> steht &#8222;Lager O&#8220;), die auch das Begr\u00e4bnis veranlasst hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andre Kudevich<\/strong> ist im Alter von 46 Jahren am 3. Juli 1945 (laut Sterbeurkunde, auf dem Grabstein steht der 7. Juli) in Oberwette gestorben. \u00dcber die Todesursache werden keine Angaben gemacht. Weil als Sterbeort &#8222;Oberwette&#8220; angegeben ist, kann man vermuten, dass er im Provinzialkrankenhaus Marienheide-Oberwette an den Folgen der Zwangsarbeit gestorben ist. Auf der Sterbeurkunde (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0111\/140612523\/001.jpg\" target=\"_blank\">Seite 1<\/a> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0111\/140612523\/002.jpg\" target=\"_blank\">Seite2<\/a>) ist handschriftlich &#8222;Ru\u00dfland&#8220; vermerkt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nikolai Jemzuynikowo<\/strong> geboren am 30. M\u00e4rz 1922 (laut einer anderen Liste 30.5.1922) in Mekgewka bzw Mekojewska, wurde am 14. April 1945 ins Krankenhaus Marienheide eingeliefert, er ist dort im Alter von 23 Jahren am 23. April 1945 an Lungentuberkulose gestorben. Quellen: <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150947797\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Liste des Gesundheitsamtes<\/a> (dort wird er als &#8222;Russe&#8220;bezeichnet) sowie eine Liste des Krankenhauses, in der als Ukrainer gef\u00fchrt wird <em>(nicht verlinkt, weil sie auch Namen von Personen enth\u00e4lt, die m\u00f6glicherweise noch leben)<\/em> und eine Liste des Arbeitsamtes<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Daniel Huschko<\/strong> wird in einer <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948404\/001.jpg\" target=\"_blank\">Liste der Gemeinde Marienheide<\/a> als &#8222;Russe&#8220; gef\u00fchrt, mehr Informationen gibt es (au\u00dfer der Sterbedatum 11. Mai 1945) nicht, auch eine Sterbeurkunde liegt nicht vor.  Die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0123\/150839503\/001.jpg\" target=\"_blank\">Reichsbahnversicherungsanstalt K\u00f6ln<\/a> f\u00fchrt einen Daniel Huschko in ihren Listen auf, bei dem das Ende seiner Arbeit bei der Bahn nicht angegeben ist, m\u00f6glich w\u00e4re, dass er &#8211; vielleicht bei einem der &#8222;Todesm\u00e4rsche&#8220; aus dem K\u00f6lner Raum Richtung Sauerland &#8211; mit einer Lungenerkrankung in das Marienheider Krankenhaus eingeliefert wurde und dort verstarb. (F\u00fcr diese Vermutung gibt es aber keine Unterlagen)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wasili Kurbat<\/strong> ist am 10. Mai 1926 in Kiew geboren, gestorben ist er kurz nach seinem 19. Geburtstag am 25. Mai 1945 im Krankenhaus Marienheide (Oberwette) an Lungentuberkulose. Er war dort am 2. Mai 1945 eingeliefert worden. Seine Todesursache wird belegt durch die Liste des Arbeitsamtes, die Sterbeurkunde (<a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0113\/140620921\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Seite1<\/a> <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0113\/140620921\/002.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Seite2<\/a>) gibt Auskunft \u00fcber den Geburtsort.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Peter Antirejo<\/strong> Von ihm kennen wir nur das Sterbedatum 11. Mai 1945 und wir wissen aus einer <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948404\/001.jpg\" target=\"_blank\">Aufstellung der Gemeinde Marienheid<\/a>e, dass er Russe war. Wann und wo er geboren ist, wo er gearbeitet hat, woran er gestorben ist &#8211; all das ist nicht zu finden. Das liegt m\u00f6glicherweise daran, dass russische Namen in den verschiedensten Varianten vom kyrillischen ins lateinische Alphabet \u00fcbertragen wurden. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Maria Siarenko<\/strong> wurde kurz nach der Befreiung (am 5. Mai 1945) in das Krankenhaus Marienheide eingeliefert, dort ist sie am 7. Juni 1945 im Alter von 19 Jahren an Tuberkulose gestorben. <em>(Auch hier verlinken wir die Liste des Krankenhauses nicht, weil dort auch Personen aufgef\u00fchrt sind, die m\u00f6glicherweise noch leben.)<\/em> Die Sterbeurkunde (<a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0187\/141004362\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Seite1<\/a> <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0187\/141004362\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Seite2<\/a>) vermerkt noch, dass sie aus &#8222;Russland&#8220; stamme, katholisch war und 1926 in &#8222;Kirowograd&#8220; (heute Kropywnyzkyj \/ Ukraine) geboren ist. Der schwere Verlauf der Tuberkulose d\u00fcrfte eine Folge des schlechten Gesundheitszustands der Zwangsarbeiterin gewesen sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viktor Saintes<\/strong> war Belgier, geboren am 3. Oktober 1888 in Nivelles. Er war Maschinenformer, was darauf schlie\u00dfen l\u00e4sst, dass er in einem der Stahlwerke im Leppetal gearbeitet hatte. In seiner <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0176\/140945860\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sterbeurkunde<\/a> ist als Wohnort Berghausen angegeben. Damit muss das Zwangsarbeiter-Lager &#8222;Unterw\u00fcrden&#8220; gemeint sein. Gestorben ist er am 28. April 1945 im Alter von 56 Jahren in Oberwette, also im Krankenhaus. Das Krankenhaus f\u00fchrt in seinen Listen einen Viktor Saintes, der am 14. September 1899 geboren ist und am 28. April 1945 gestorben ist. Wenn wir annehmen, dass die unterschiedlichen Geburtsdaten durch eine Verwechslung zustande gekommen sind und dass es sich um ein und dieselbe Person handelt, k\u00f6nnen wir aus den Angaben des Krankenhauses entnehmen, dass Viktor Saintes am 13. M\u00e4rz mit einer Bombensplitter-Verletzung eingeliefert wurde und am 28. April an einer Sepsis starb. Dies passt zusammen mit einer Eintragung im &#8222;Verbandbuch&#8220; der Firma Schmidt und Clemens in Kaiserau. Dort ist notiert, dass er am 13. M\u00e4rz 1945 &#8222;Verletzungen durch Feindeinwirkung&#8220; erlitten hat. Weitere Opfer des Bombenangriffs vom 13.4.1945 sind in Frielingsdorf begraben, auf der <a href=\"http:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/?page_id=592\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">entsprechenden Seite<\/a> gibt es auch mehr Informationen zum Lager &#8222;Unterw\u00fcrden&#8220;, um das es sich wohl bei Viktor Saintes &#8222;Wohnort&#8220; gehandelt hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wasilie Broslaski<\/strong> wurde nur 18 Jahre alt. Er war laut Sterbeurkunde (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0036\/140226240\/001.jpg\" target=\"_blank\">Seite1<\/a> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0036\/140226240\/002.jpg\" target=\"_blank\">Seite2<\/a>) sowjetrussischer Staatsb\u00fcrger, er ist am 24. Juli 1945 in Oberwette gestorben, nach der Liste des Arbeitsamtes an Lungentuberkulose. Leider wissen wir nicht, wann er ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Es ist anzunehmen, dass er durch die Zwangsarbeit so stark geschw\u00e4cht war, dass er nach der Befreiung nicht in seine Heimat zur\u00fcckkehren konnte und letztendlich die Krankheit nicht \u00fcberlebte.    <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dusia Kaponskaja<\/strong>  ist geboren am 8. Juli 1926 in Saparowskaja in der Ukraine, sie war also noch nicht einmal 19 Jahre alt, als sie am 13. Mai 1945 starb. Gem\u00e4\u00df ihrer Sterbeurkunde (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0094\/140525849\/001.jpg\" target=\"_blank\">Seite1<\/a> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0094\/140525849\/002.jpg\" target=\"_blank\">Seite2<\/a>) war sie verheiratet. Als letzter Wohnort ist dort Eibach angegeben. Das gro\u00dfe Zwangsarbeiterlager dort wurde nach Ankunft der amerikanischen Truppen (Mitte April) zu einem Durchgangslager f\u00fcr DPs (wie das Lager in Berghausen &#8211; Kaiserau). Gestorben ist sie in Oberwette, also im Marienheider Krankenhaus &#8211; nach der Liste des Arbeitsamtes an &#8222;Schlafmittel-Vergiftung&#8220;. Wir wissen nicht, ob sie das Mittel freiwillig eingenommen hat und welche Verzweiflung sie dazu gebracht hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wasili Walinski<\/strong> taucht zwar in den <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948132\/001.jpg\" target=\"_blank\">Listen der Gemeinde Marienheide<\/a> auf, doch sein Tod ist nicht beurkundet worden, daher kennen wir weder sein Geburtsdatum noch seinen Sterbeort. Nur das Sterbedatum 10. Mai 1945 ist in der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948404\/001.jpg\" target=\"_blank\">Liste mit der \u00dcberschrift &#8222;Russen&#8220;<\/a> vermerkt.   <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gregori Ployschejwitz<\/strong> ist  am 24.7.1945 gestorben, mehr sagt die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948404\/001.jpg\" target=\"_blank\">Liste mit der \u00dcberschrift &#8222;Russen&#8220;<\/a> nicht aus. Die Sterbeurkunde (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0161\/140868790\/001.jpg\" target=\"_blank\">Seite1<\/a> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0161\/140868790\/002.jpg\" target=\"_blank\">Seite2<\/a>) gibt Auskunft, dass er 40 Jahre alt wurde, in Wipperf\u00fcrth (wahrscheinlich in einem der Lager) &#8222;wohnte&#8220; und in Oberwette (also im Krankenhaus Marienheide) gestorben ist. In der Liste des Arbeitsamtes ist die Todesursache &#8222;Typhus&#8220; angegeben, was auf die schwierigen Umst\u00e4nde schlie\u00dfen l\u00e4sst, unter denen die Menschen in den Lagern leben mussten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Martin Lubowei<\/strong>  ist am 10. Mai 1945 gestorben. In der Sterbeurkunde (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0123\/140673148\/001.jpg\" target=\"_blank\">Seite1<\/a> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0123\/140673148\/002.jpg\" target=\"_blank\">Seite2<\/a>) wird er als &#8222;Ostarbeiter&#8220; mit dem handschriftlichen Vermerk &#8222;Ru\u00dfland&#8220; bezeichnet. Weitere Angaben fehlen dort, der Sterbeort &#8222;Oberwette&#8220; weist wieder auf das Marienheider Krankenhaus hin.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nikolai Panka<\/strong> wurde geboren am 26. M\u00e4rz 1917, gestorben ist er am 8. Januar 1945 im Alter von 27 Jahren in Oberwette (also im Krankenhaus Marienheide). Laut Sterbeurkunde (<a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0151\/140820331\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Seite1<\/a> <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0151\/140820331\/002.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Seite2<\/a>) war er wohnhaft in &#8222;K\u00f6nigsforst&#8220;, wahrscheinlich in einem der Zwangsarbeiterlager dort (er wird als &#8222;ausl\u00e4ndischer Arbeiter&#8220; mit dem handschriftlichen Zusatz &#8222;Ru\u00dfland&#8220; bezeichnet). In einer Liste des Krankenhauses steht, dass er schwere Schussverletzungen erlitten hatte, in einer<a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150947797\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> anderen Liste<\/a> ist von einem &#8222;Jabo-Angriff&#8220; die Rede. Er ist am Tag nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus gestorben. Wann und wo der Angriff stattfand und warum er in das Marienheider Krankenhaus kam, wissen wir nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Iwan Walmik<\/strong>  &#8211; auch bei ihm ist als Todestag der 10. Mai 1945 angegeben. Die Sterbeurkunde (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0217\/141158110\/001.jpg\" target=\"_blank\">Seite1<\/a> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0217\/141158110\/002.jpg\" target=\"_blank\">Seite2<\/a>) weist ihn als Ostarbeiter aus Russland aus. Der dort angegebene Wohnort Berghausen bedeutet, dass er wahrscheinlich im dortigen Durchgangslager f\u00fcr DPs untergebracht war, ob er dort auch schon vorher als Zwangsarbeiter interniert war, wissen wir nicht. Er ist &#8211; wie der Sterbeort Oberwette andeutet &#8211; im Krankenhaus Marienheide gestorben. Wie lange er dort gelegen hat, ist nicht angegeben. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Peter Wassilewski<\/strong> ist im Alter von 26 Jahren am 11. Mai 1945 gestorben. Sein genaues Geburtsdatum geht aus der Sterbeurkunde (<a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0218\/141162133\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Seite1<\/a> <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0218\/141162133\/002.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Seite2<\/a>) nicht hervor. Auch er war &#8222;Ostarbeiter&#8220; aus Russland, auch er wohnte in Berghausen, also wohl im dortigen Durchgangslager, wobei wieder nicht zu erkennen ist, wo er als Zwangsarbeiter gearbeitet hat und wo er interniert war. Er war verheiratet, seine Frau Jenny Wassilewski wohnte mit ihm im Lager Berghausen. Gestorben ist er in Oberwette, also im Krankenhaus Marienheide.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Josefa Witrowka<\/strong> ist f\u00fcnf Monate nach dem Ende der Nazi-Herrschaft im Oberbergischen am 12. September 1945 gestorben. Der Sterbeurkunde (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0222\/141182713\/001.jpg\" target=\"_blank\">Seite1<\/a> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0222\/141182713\/002.jpg\" target=\"_blank\">Seite2<\/a>) sind nur wenige Angaben zu entnehmen: Sie war katholisch, sie war Polin, sie ist nur 25 Jahre alt geworden. Ein konkretes Geburtsdatum und ein Geburtsort fehlen. Woher sie kam, als sie in das Krankenhaus Marienheide eingeliefert wurde, wie lange sie dort gelegen hat und woran sie gestorben ist &#8211; das alles wissen wir nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Adam Wlazly<\/strong> war polnischer Staatsb\u00fcrger und ist am 18. Juli 1945 im Alter von 37 Jahren gestorben. Auch bei ihm wird auf der Sterbeurkunde (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0222\/141184005\/001.jpg\" target=\"_blank\">Seite1<\/a> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0222\/141184005\/002.jpg\" target=\"_blank\">Seite2<\/a>) weder Geburtsdatum noch Geburtsort angegeben. Sehr wahrscheinlich ist (durch den Sterbeort Oberwette), dass er im Krankenhaus Marienheide verstorben ist, man kann vermuten, dass auch er durch die Zwangsarbeit so sehr geschw\u00e4cht war, dass er nicht nach Hause zur\u00fcckkehren konnte und letztendlich die Folgen nicht \u00fcberlebt hat.    <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dimitrie Sienko<\/strong> wird in der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948404\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Liste der Gemeinde Marienheide<\/a> unter &#8222;Russen&#8220; mit dem Sterbedatum 13.Mai 1945 gef\u00fchrt. Die <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948132\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Liste des Friedhofs<\/a> nennt sein Geburtsdatum 9. Juli 1926, er ist also noch nicht einmal 19 Jahre alt geworden. Dies wird auch in der Sterbeurkunde (<a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0188\/141007680\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Seite1<\/a> <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0188\/141007680\/002.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Seite2<\/a>) best\u00e4tigt. Aus einer Aufstellung des Arbeitsamtes geht hervor, dass er an Lungentuberkulose gestorben ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paul Natarow<\/strong> war 19 Jahre alt, als er am 4. Mai 1945 starb. Er wird in der Sterbeurkunde (<a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0142\/140771440\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Seite1<\/a> <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0142\/140771440\/002.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Seite2<\/a>) als &#8222;ausl\u00e4ndischer Zivilarbeiter&#8220; aus Russland bezeichnet, in einer Liste des Krankenhauses Marienheide wird er als Ukrainer gef\u00fchrt. Dort war er am 10. Februar 1945 eingeliefert worden, gestorben ist er an Hirnhautentz\u00fcndung (wie aus einer <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150947797\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Liste des Gesundheitsamtes<\/a> hervorgeht, dort wird das Datum 5. April genannt), das Arbeitsamt gibt zus\u00e4tzlich Lungentuberkulose als Todesursache an, was deutlich macht, in was f\u00fcr einem schlechten Gesundheitszustand viele der ZwangsarbeiterInnen waren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Edmund Bagorski<\/strong> ist geboren am 7. April 1924, er war also 20 Jahre alt, als er am 6. November 1944 starb. Er wird in der Sterbeurkunde (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0020\/140148447\/001.jpg\" target=\"_blank\">Seite1<\/a> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0020\/140148447\/002.jpg\" target=\"_blank\">Seite2<\/a>) als \u201eReichsbahnarbeiter\u201c bezeichnet, als Wohnort wird \u201eSchwana\u201c (Sianowo) Kreis \u201eKarthaus\u201c (Kartuski) in &#8222;Westpreu\u00dfen&#8220; angegeben. Er wurde am 3. November mit schweren Verletzungen (vielleicht von einem Arbeitsunfall) in das Krankenhaus Marienheide eingeliefert, wo er drei Tage sp\u00e4ter verstarb.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Petrokernik<\/strong> &#8211; von ihm ist sogar der Vorname unbekannt. Die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0156\/140843379\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> gibt an, dass er sowjetrussischer Staatsb\u00fcrger war, im \u201eDurchgangslager\u201c Berghausen wohnte und dass er am 29. April 1945 auf dem Weg von Berghausen nach Marienheide gestorben ist. M\u00f6glicherweise war er unterwegs ins Krankenhaus und hat den Transport nicht \u00fcberlebt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Iwan Belus<\/strong> &#8211; hier ist au\u00dfer dem Namen fast nichts bekannt. Wir k\u00f6nnen aus der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948384\/002.jpg\" target=\"_blank\">Liste des Friedhofs<\/a> ersehen, dass er am 11. Mai 1945 gestorben ist, aus der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0156\/150948404\/001.jpg\" target=\"_blank\">Liste der Gemeinde<\/a> geht hervor, dass er Russe war &#8211; sonst ist nichts zu finden. Es ist anzunehmen, dass auch er zu denen geh\u00f6rte, die an den Folgen von Krankheit und Zwangsarbeit im Krankenhaus in Marienheide-Oberwette gestorben sind. <\/p>\n\n\n\n<p>In einer der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0214\/851569\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Listen der Gemeinde Marienheide<\/a> taucht noch ein Kind auf:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stanislaus Wawrzyniak<\/strong> , geboren am  17. September 1943 und mit eineinhalb Jahren am 29. M\u00e4rz 1945 im Provinzialkrankenhaus in Oberwette gestorben, wo er zwei Tage vorher eingeliefert worden war. In der Liste des Arbeitsamtes wird das Kind unter dem Namen Stanislawa gef\u00fchrt. \u00dcber die Todesursache ist nichts bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Liste des Arbeitsamtes f\u00fcr noch ein zweites Kind auf:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paul Leftschenko<\/strong>, der am 1. M\u00e4rz 1945 geboren wurde und schon am 9. April 1945 im Krankenhaus in Oberwette an einer \u201eErn\u00e4hrungsst\u00f6rung\u201c gestorben ist. Als &#8222;Wohnort des Kindes gibt eine Liste des Provinzialkrankenhauses &#8222;Lager R\u00fcggeberg&#8220; an.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr beide Kinder gibt es kein Grab.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-9955cc57-3c28-402c-84dd-7cf74769f102\">zur\u00fcck zur Seite &#8222;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/oberberg-ist-bunt.org\/Zwangsarbeit\/ZwangsarbeitOberberg.html\" target=\"_blank\">Zwangsarbeit im Oberbergischen Kreis<\/a>&#8222;<\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-9d277de5-96f8-4d26-a394-d1e1b6ef2928\">zur\u00fcck zur Seite &#8222;<a href=\"http:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/?page_id=541\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gedenkorte<\/a>&#8222;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Ende des Friedhofs Klosterstra\u00dfe in Marienheide liegt ein Gr\u00e4berfeld f\u00fcr ZwangsarbeiterInnen. Die meisten waren zun\u00e4chst auf dem damals neuen Friedhof in Oberwette begraben, der ganz in der N\u00e4he des damaligen &#8222;Provinzialkrankenhauses&#8220; lag. In diesem Krankenhaus sind viele der Menschen gestorben, an die die Grabsteine erinnern. 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