{"id":1323,"date":"2022-01-31T20:42:59","date_gmt":"2022-01-31T19:42:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/?page_id=1323"},"modified":"2025-09-29T10:34:40","modified_gmt":"2025-09-29T08:34:40","slug":"gedenken-auf-dem-friedhof-in-engelskirchen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/gedenken-auf-dem-friedhof-in-engelskirchen\/","title":{"rendered":"Gedenken auf dem Friedhof in Engelskirchen"},"content":{"rendered":"\n<p>Engelskirchen war ein wichtiger Verkehrs-Knotenpunkt (u.a. war dort der Anschluss der Kleinbahn ins Leppetal zu den dortigen Stahlwerken) und wurde in den letzten Kriegswochen massiv bombardiert. Hunderte Tote wurden in Massengr\u00e4bern beigesetzt, dabei wurden nicht alle Leichen identifiziert. <\/p>\n\n\n\n<p>So kommt es, dass zwar zwanzig ZwangsarbeiterInnen, die in Engelskirchen ums Leben gekommen sind, in den Listen gef\u00fchrt werden, aber nur f\u00fcr vier von ihnen ein Gedenkort mit ihrem Namen vorhanden ist. Hinzu kommen \u00fcber f\u00fcnfzig &#8222;Unbekannte&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"278\" src=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Namen-1024x278.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1324\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Namen-1024x278.jpg 1024w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Namen-300x81.jpg 300w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Namen-768x208.jpg 768w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Namen.jpg 1323w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Domenico Buonore<\/strong> ist der einzige Kriegsgefangene bzw. Zwangsarbeiter, f\u00fcr den ein Grabstein aufgestellt wurde. \u00dcber ihn ist wenig bekannt. Er war im Jahr 1919 in Italien geboren und ist laut <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0037\/140234632\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> am 11. April 1945 im Alter von 26 Jahren in der Phase der letzten Kriegshandlungen im Oberbergischen von den Bordwaffen eines Tieffliegers t\u00f6dlich getroffen worden. (Italienische Soldaten wurden nach der Kapitulation der italienischen Streitkr\u00e4fte von der NS-Wehrmacht interniert und leisteten vielfach Zwangsarbeit.) <\/p>\n\n\n\n<p>In einem<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151035946\/001.jpg\" target=\"_blank\"> Bericht des Amtes Engelskirchen <\/a>hei\u00dft es:<em> &#8222;In den letzten Kriegswochen haben mehrere Transporte von nichtdeutschen Staatsangeh\u00f6rigen das hiesige Gemeindegebiet ber\u00fchrt. Es handelte sich hierbei um Transporte von russischen Kriegsgefangenen, sowie russischen und italienischen Zivilarbeitern. Die Transporte kamen aus dem Raum von K\u00f6ln und wurden durch Volkssturm und Wehrmachmtsangeh\u00f6rige \u00fcber die Reichsstrasse 55 nach dem Oberbergischen Kreis weitergeleitet. Die Teilnehmerzahl der einzelnen Transporte  ist unbekannt. Ein R\u00fccktransport von itailienischen Staatsangeh\u00f6rigen wurde am 11.4.45 auf der Reichsstrasse 55 bei der Ortschaft Gr\u00fcnscheid, Gemeinde Engelskirchen durch Tieffliegerbeschu\u00df angegriffen. Hierbei wurde der Italiener Buonore Domenico get\u00f6tet und von seinen Kameraden an Ort und Stelle beerdigt.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Transporte aus dem Raum K\u00f6ln in Richtung Osten hatten den Zweck, Gefangene des NS-Staates fortzubringen, damit die anr\u00fcckenden Truppen der Allierten keine Zeugen f\u00fcr Verbrechen vorfinden. Es bleibt unklar, welchen Zweck der &#8222;R\u00fccktransport&#8220; hatte und wohin er gehen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut einer weiteren <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036161\/001.jpg\" target=\"_blank\">Erkl\u00e4rung des Amtes Engelskirchen <\/a>ist der Leichnam von Domenico Buonore im April 1948 auf den Friedhof Engelskirchen umgebettet worden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Buonore1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1328\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Buonore1.jpg 800w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Buonore1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Buonore1-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Eine kleine Gedenkkapelle auf dem Friedhof markiert ein Massengrab, in dem die Opfer der Bombardierungen begraben sind. In einem Gedenkbuch sind die Namen aufgelistet, darunter auch drei Zwangsarbeiter:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Kapelle.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" data-id=\"1329\" src=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Kapelle.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1329\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Kapelle.jpg 1000w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Kapelle-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Kapelle-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Gedenkbuch11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"620\" data-id=\"1330\" src=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Gedenkbuch11.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1330\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Gedenkbuch11.jpg 800w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Gedenkbuch11-300x233.jpg 300w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Gedenkbuch11-768x595.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Gedenkbuch2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"533\" height=\"800\" data-id=\"1331\" src=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Gedenkbuch2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1331\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Gedenkbuch2.jpg 533w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Gedenkbuch2-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Stanislaus Antuhowski<\/strong> war laut <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0018\/140134812\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> Fleischer. Geboren war er am 15. April 1907 in \u201eMielen, Kreis Gnesen\u201c in Polen, gestorben ist er im Alter von 38 Jahren am Morgen des 12. April 1945. Das Wort &#8222;gefallen&#8220; in der Sterbeurkunde l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen, dass er in die letzten Kriegshandlungen geraten sein muss. Er hinterlie\u00df seine Frau Sophie. Weitere Informationen \u00fcber ihn (z.B. wo er arbeiten musste) waren nicht zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andreas Cichosz<\/strong> war am 16. November 1915 in Barik\/Starey in Polen geboren. In seiner <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0043\/140264547\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> ist als Beruf Bauarbeiter angegeben. Am 19. Februar 1945 ist er im Alter von 29 Jahren bei der Bombardierung Loopes versch\u00fcttet worden und erstickt. In der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0043\/140264547\/003.jpg\" target=\"_blank\">Grabanzeige<\/a> wird vermutet, dass er in einem der Gr\u00e4ber ohne Namen (vielleicht eines der Kreuze an der Kapelle) beerdigt worden ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ignatz Jasiecki<\/strong> war am August 1901 in \u201eGulten, Kreis Schroda\u201c in Polen geboren, laut Sterbeurkunde war er Maurer. Er ist wie Stanislaus Antuhowski am Morgen des 12. April 1945 gestorben. Das Wort &#8222;gefallen&#8220; in der Sterbeurkunde l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen, dass beide gemeinsam in die letzten Kriegshandlungen geraten sein m\u00fcssen. Er war verheiratet, aber der Name seine Frau war nicht bekannt. Auf der im M\u00e4rz 1946 ausgestellten <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0088\/140496133\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> kann man erkennen, dass es noch keine neuen Stempel gab &#8211; es wurde einfach das Hakenkreuz aus den Stempeln aus der NS-Zeit herausgeschnitten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weitere Opfer der Zwangsarbeit<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Kreisverwaltungen haben in der Zeit nach der Befreiung Listen aufgestellt, um das Schicksal der Menschen aufzukl\u00e4ren, die als ZwangsarbeiterInnen oder Kriegsgefangene im Kreis zu Tode gekommen waren. In diesen Listen sind getrennt nach Staatsangeh\u00f6rigkeiten auch f\u00fcr Engelskirchen weitere Personen aufgef\u00fchrt, f\u00fcr die es auf dem Friedhof weder einen Grabstein noch einen Eintrag im Gedenkbuch gibt:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"188\" src=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/ListeItalienerEngelskirchen-1024x188.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1334\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/ListeItalienerEngelskirchen-1024x188.jpg 1024w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/ListeItalienerEngelskirchen-300x55.jpg 300w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/ListeItalienerEngelskirchen-768x141.jpg 768w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/ListeItalienerEngelskirchen.jpg 1100w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Italiener, Auszug aus https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036063\/001.jpg<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"306\" src=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/ListeRussenEngelskirchen-1024x306.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1335\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/ListeRussenEngelskirchen-1024x306.jpg 1024w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/ListeRussenEngelskirchen-300x90.jpg 300w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/ListeRussenEngelskirchen-768x230.jpg 768w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/ListeRussenEngelskirchen.jpg 1090w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Russen, Auszug aus https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151035958\/001.jpg<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"207\" src=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/ListePolenEngelskirchen-1024x207.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1336\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/ListePolenEngelskirchen-1024x207.jpg 1024w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/ListePolenEngelskirchen-300x61.jpg 300w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/ListePolenEngelskirchen-768x155.jpg 768w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/ListePolenEngelskirchen.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Polen, Auszug aus https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036194\/001.jpg<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Giovanni Di Centa<\/strong> war laut <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0040\/140250846\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> geboren am 21. September 1893. In einer <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151035919\/001.jpg\" target=\"_blank\">Bescheinigung der Kirchengemeinde<\/a> wird sein Geburtsjahr mit 1923 angegeben, zus\u00e4tzlich ist der Name seines Vaters und der seiner Ehefrau genannt. Das l\u00e4sst die Angabe plausibler als die Jahreszahl in der Sterbeurkunde erscheinen.  Die Sterbeurkunde enth\u00e4lt weitere Angaben: Er wird  Bauarbeiter bezeichnet, als Wohnort ist Wesseling angegeben.  Gestorben ist er am 2. Dezember 1944  in &#8222;Engelskirchen, O.T. Lazarett&#8220;. \u201eO.T.\u201c steht f\u00fcr \u201eOrganisation Todt\u201c. Die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/kapitel\/ns-regime\/ns-organisationen\/organisation-todt.html\" target=\"_blank\">Organisation Todt <\/a>erledigte Bauma\u00dfnahmen im NS-Staat, im Jahr 1944 wurden vor allem ZwangsarbeiterInnen bei den Ma\u00dfnahmen eingesetzt. Sie hatte in Engelskirchen ihren Sitz im Haus Reckenstein und unterhielt offensichtlich dort auch ein Lazarett. Der &#8222;Wohnort&#8220; Wesseling k\u00f6nnte bedeuten, dass Giovanni Di Centa dort interniert war und in Engelskirchen zur Arbeit eingesetzt wurde. Als  Todesursache ist in einer <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036464\/001.jpg\" target=\"_blank\">Liste des Kreises<\/a> \u201eAllgemeine Herzschw\u00e4che\u201c angegeben. Diese &#8222;Diagnose&#8220; findet sich h\u00e4ufig in den Unterlagen, wenn die Opfer unterern\u00e4hrt und ausgezehrt waren. Wie Andreas Cichosz ist er wahrscheinlich in einem der Gr\u00e4ber an der Kapelle bestattet, wie die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0040\/140250846\/002.jpg\" target=\"_blank\">Gemeinde in einer Bescheinigung<\/a> angibt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Romenico Pozzobon<\/strong> war am 7. M\u00e4rz 1923 geboren in den Unterlagen wird seine Staatsangeh\u00f6rigkeit mit \u201evermutlich Italiener\u201c angegeben. Laut <a href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0163\/140877860\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sterbeurkunde<\/a> war er \u201eO.T. Arbeiter, wohnhaft in D\u00fcsseldorf\u201c, also wohl aus einem Lager in D\u00fcsseldorf zu Bauma\u00dfnahmen in Engelskirchen eingesetzt und dann hier im Lazarett behandelt. Gestorben ist er am 21. September 1944 im Alter von 21 Jahren im &#8222;O.T.Lazarett&#8220;, das sich wahrscheinlich am Engelskirchener Sitz der Organisation Todt im Haus Reckenstein befand. Zur Todesursache gibt es in der <a href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036464\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Liste des Kreises<\/a> keine Angaben. Laut <a href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0163\/140877800\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Grabanzeige<\/a> ist er wohl in einem der Gr\u00e4ber an der Kapelle beerdigt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Juglielino Scaletta<\/strong> war offensichtlich ein weiterer Zwangsarbeiter bei der Organisation Todt. Geboren war er am 25. Januar 1908, als Geburtsort wird \u201evermutlich Italien\u201c genannt. Laut <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0185\/140993422\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> war er Bauarbeiter, der &#8222;Wohnort&#8220; Siegburg k\u00f6nnte bedeuten, dass er dort interniert war und in Engelskirchen zur Arbeit eingesetzt wurde. Am 3. Dezember 1944 ist er im Alter von 36 Jahren in Engelskirchen im &#8222;O.T. Lazarett&#8220; gestorben. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036464\/001.jpg\" target=\"_blank\">Als Todesursache gibt der Kreis<\/a> \u201eToxische Diphtherie, L\u00e4hmungen\u201c an. Auch er wurde laut <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0185\/140993422\/002.jpg\" target=\"_blank\">Grabanzeige<\/a>  wohl in einem der Gr\u00e4ber an der Kapelle beerdigt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Guiseppe Appolio<\/strong>: \u00dcber ihn ist sehr wenig bekannt. Laut <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0018\/140136086\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> war er &#8222;Kraftfahrer&#8220;, er ist am 19. M\u00e4rz 1945 bei der Bombardierung Engelskirchens ums Leben gekommen. Laut <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0018\/140136568\/001.jpg\" target=\"_blank\">Grabanzeige<\/a> ist er im Massengrab beerdigt. Wahrscheinlich hat ein gemeinsam mit ihm Internierter f\u00fcr seine Beerdigung gesorgt, wie aus der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036464\/001.jpg\" target=\"_blank\">Liste des Kreises<\/a> hervorgeht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alexander Cararomeo<\/strong> ist wie Guiseppe Appolio bei der Bombardierung am 19. M\u00e4rz 1945 ums Leben gekommen. Laut <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0039\/140245202\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> war er 54 Jahre alt, beerdigt ist er laut <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036461\/001.jpg\" target=\"_blank\">Grabanzeige<\/a> im \u201edeutschen Massengrab\u201c. Ob auch er zu den Arbeitskr\u00e4ften der Organisation Todt geh\u00f6rte, bleibt unklar.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alexander Kiritschenko<\/strong> ist irrt\u00fcmlich in der Liste der italienischen Opfer aufgef\u00fchrt. Sein Name taucht auf der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151035919\/001.jpg\" target=\"_blank\">Liste der Kirchengemeinde<\/a> auf,  dort sind die ersten Buchstaben seines Namens durch die Lochung verschwunden. Er war russischer Staatsangeh\u00f6riger. Auch er starb bei der Bombardierung Engelskirchens am 19. M\u00e4rz. In der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0098\/140547214\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> finden sich au\u00dfer der Altersangabe (38 Jahre) keine weitern Informationen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stephan Kondroschenko<\/strong> wird auf den Engelskirchener Listen gef\u00fchrt, war aber im Raum Lindlar bzw. Hohkeppel. Laut <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0103\/140570040\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> war er am 1.Februar 1925 in \u201eTrilissy\/Russland\u201c geboren. Er wird als Landarbeiter bezeichnet, als Wohnort wird Unterbergscheid angegeben, er wird also dort auf einem Bauernhof gearbeitet haben. Gestorben ist er im Alter von 20 Jahren am  27. Februar 1945 in &#8222;K\u00f6ttingen, Krankenhaus&#8220;, in einer <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036203\/001.jpg\" target=\"_blank\">Liste mit in Massengr\u00e4bern bestatteten Russen<\/a> wird sein Todestag mit 2. M\u00e4rz 1945 angegeben. Erstaunlich ist, dass von einem Krankenhaus in K\u00f6ttingen die Rede ist. M\u00f6glicherweise wurde die damals dort bestehende Jugendherberge in der letzten Phase des Krieges als Krankenhaus genutzt. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Natalja Zuralska<\/strong> ist irrt\u00fcmlich in der Liste gef\u00fchrt, sie war Zwangsarbeiterin in Osberghausen und ist <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/grabstaette-auf-dem-katholischen-friedhof-ruenderoth\/\" target=\"_blank\">auf dem katholischen Friedhof in R\u00fcnderoth<\/a> bestattet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Petresinje Wereikano<\/strong> (auch Wereikeno) war am 20. April 1917 und wird in einer <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036024\/001.jpg\" target=\"_blank\">Liste der Kirchengemeinde<\/a> als \u201eRusse\u201c aufgef\u00fchrt.  Gestorben ist er laut diese Liste am 28. M\u00e4rz 1945 bei einem Luftangriff auf Engelskirchen. Sein Name ist in der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151035958\/001.jpg\" target=\"_blank\">Liste des Kreises<\/a> gestrichen, weil er identisch mit einer anderen Person sein soll, leider ist der Eintrag nicht vollst\u00e4ndig lesbar, so dass keine weiteren Erkentnisse m\u00f6glich sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lydia Kottumana<\/strong> war laut <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0106\/140585758\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> am 5. August 1925 in der Ukraine geboren. Geburtsdatum und Herkunft sprechen eindeutig daf\u00fcr, dass sie als Zwangsarbeiterin in  Deutschland war. Sie ist am 28. M\u00e4rz 1945 bei einem Luftangriff auf den Eisenbahnknotenpunkt Engelskirchen gestorben. Dies wird auch in der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036024\/001.jpg\" target=\"_blank\">Liste der Kirchengemeinde<\/a> best\u00e4tigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Stanislaus Antuhowski ist irrt\u00fcmlich auch in der Liste mit russischen Opfern aufgef\u00fchrt, er ist weiter oben schon erw\u00e4hnt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sekula Januswitz<\/strong> (auch Sckila Janusczewik) war ein Jugendlicher aus Jugoslawien. Er war am 2. November 1928 in Belgrad geboren, gestorben ist er am 20. April 1945 im Alter von 16 Jahren. In der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020204\/0028\/105705792\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> wird er als &#8222;O.T.-Arbeitsmann&#8220;, also Zwangsarbeiter bei Bauma\u00dfnahmen, bezeichnet. Nach einer <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036024\/001.jpg\" target=\"_blank\">Aufstellung der Kirchengemeinde<\/a> war er ein Opfer der Bombardierung des Eisenbahnknotenpunkts Engelskirchen am 28. M\u00e4rz 1945, er ist aber wohl <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036407\/001.jpg\" target=\"_blank\">noch im Krankenhaus (&#8222;O.T. Lazarett&#8220;) behandelt worden und sp\u00e4ter dort gestorben<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lena Christschuwak<\/strong> (auch Chritschiyak) war 30 Jahre alt, als sie beim Luftangriff auf Engelskirchen am 28. M\u00e4rz 1945 zu Tode kam. In der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0042\/140261450\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> wird nur das Geburtsjahr und die Staatsangeh\u00f6rigkeit angegeben, in der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036024\/001.jpg\" target=\"_blank\">Liste der Kirchengemeinde<\/a> ist als Herkunftsort &#8222;Schedschinska&#8220; genannt. Nach einer <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036203\/001.jpg\" target=\"_blank\">Aufstellung der Gemeinde Engelskirchen<\/a> ist zusammen mit anderen Opfern am 1.4.1945 im Massengrab beigesetzt worden. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nadja Turlin<\/strong> war laut <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0211\/141127061\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> russische Staatsangeh\u00f6rige, geboren im Jahr 1925 und am 19. M\u00e4rz 1945 im Alter von nicht einmal 20 Jahren bei einem Luftangriff ums Leben gekommen. Nach einer <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036203\/001.jpg\" target=\"_blank\">Aufstellung der Gemeinde Engelskirchen<\/a> ist sie am 22. M\u00e4rz 1945 im Massengrab beigesetzt worden. Eine  Liste der AOK Lindlar f\u00fchrt eine Nadja Turlin, geboren am 4. September 1926 in Dnjepropetrowsk, ab dem 9. August 1944 als Arbeiterin bei \u201eJos. Meinerzhagen\u201c in Engelskirchen. Wahrscheinlich handelt es sich um die selbe Person.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wera Borsch<\/strong> war laut <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0033\/140212069\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> 1919 geboren und russische Staatsb\u00fcrgerin. Die Liste der Kirchengemeinde weist als Herkunftsort \u201e Nowa Ipasomska\u201c aus. Sie ist am 28. M\u00e4rz 1945 beim Luftangriff gestorben und der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036203\/001.jpg\" target=\"_blank\">Aufstellung der Gemeinde Engelskirchen<\/a>  am 1.4.1945 im Massengrab beigesetzt worden. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine Wera Borsch mit Geburtsdatum 29. Dezember 1922 war vom 16.9. bis 25.9.43 im Johannesstift H\u00fcckeswagen und hat am 16.9.1943 eine Tochter Wally geboren. Ob es sich um die selbe Person handelt, wissen wir nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>21 Unbekannte<\/strong> &#8211; bei ihnen handelt es sich um einen Teil der Opfer aus Hommerich &#8211; siehe unten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Halja Petruschenko<\/strong> war laut <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0156\/140845154\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> russische Staatsb\u00fcrgerin und im Jahr 1925 geboren. Sie ist am 19. M\u00e4rz 1945 im Alter von 20 Jahren bei der Bombardierung Engelskirchen ums Leben gekommen und <a href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036203\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">am 22.3.1945 im Massengrab beerdigt<\/a> worden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Katharina Machmiak<\/strong> wird in der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections-server.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0124\/140680642\/001.jpg\" target=\"_blank\">Sterbeurkunde<\/a> als russische Staatsb\u00fcrgerin bezeichnet, geboren am 19. Januar 1879. In der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036203\/001.jpg\" target=\"_blank\">Aufstellung der Gemeinde Engelskirchen<\/a> \u00fcber in Massengr\u00e4bern Bestattete wird das Geburtsjahr 1874 genannt, als Geburtsort wird &#8222;Jaroslau&#8220; angegeben. Eine Stadt dieses Namens gibt es sowohl in der ehemaligen Sowjetunion als auch in Polen. Laut Sterbeurkunde ist Frau Machniak am 4. Juli 1944 gestorben, sie soll am 7. Juli 1944 im Massengrab beigesetzt worden sein. Das Massengrab auf dem Friedhof in Engelskirchen wurde aber erst im Fr\u00fchjahr 1945 eingerichtet. Hier bleibt die Sachlage also unklar.    <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Antoni Dolaci\u0144ski<\/strong> (in den Listen &#8222;Anton Dobrinski&#8220;) war Pole, wahrscheinlich als Kriegsgefangener bei der Organisation Todt zu Bauarbeiten eingesetzt (als Wohnort ist &#8222;K\u00f6nigsforst&#8220; angegeben). Geboren war er laut <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0051\/140307970\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sterbeurkunde<\/a> am 14. Februar 1881 in \u201eKringeln, Warthegau\u201c, gestorben ist er am 29. Dezember 1944 in \u201eEngelskirchen, O.T. Lazarett\u201c. In der <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02010201\/0176\/151036686\/001.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Liste des Kreises<\/a> wird als Todesursache \u201eNierenentz\u00fcndung\u201c angegeben. Laut <a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/G\/wartime\/02020202\/0051\/140307970\/002.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Grabanzeige<\/a> ist er in einem der Gr\u00e4ber an der Kapelle bestattet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a8c567e07e44&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" class=\"wp-block-image size-large wp-lightbox-container\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on-async--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on-async--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on-async-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" data-id=\"5581\" src=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Dolacinski1-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5581\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Dolacinski1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Dolacinski1-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Dolacinski1.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\taria-label=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on-async--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.imageButtonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.imageButtonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\n\n\n\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a8c567e08924&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" class=\"wp-block-image size-large wp-lightbox-container\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on-async--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on-async--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on-async-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" data-id=\"5582\" src=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Dolacinski2-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5582\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Dolacinski2-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Dolacinski2-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Dolacinski2.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\taria-label=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on-async--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.imageButtonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.imageButtonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Seit 2024 steht auf dem Feld vor der Kapelle ein Edelstahl-Kreuz mit einer Platte f\u00fcr <strong>Antoni Dolaci\u0144ski<\/strong>, das von Angeh\u00f6rigen des Verstorbenen aufgestellt wurde. Das Sterbedatum stimmt genau mit den Angaben f\u00fcr &#8222;Anton Dobrinski&#8220; \u00fcberein, das Geburtsdatum ist fast dasselbe. In der Liste des Rheinisch-Bergischen Kreises ist auch ein Eintrag f\u00fcr &#8222;Dolassinski&#8220;, der aber mit Verweis auf &#8222;Dobrinski&#8220; gestrichen wurde. Es sieht so aus, dass damals in den Listen Name und Geburtsdatum nicht korrekt notiert wurden, jetzt hat der Verstorbene seinen Namen wiederbekommen!<\/p>\n\n\n\n<p><em>Franz Jocies<\/em> und <em>Karl Zdziarstek<\/em> sind auch in der Liste polnischer Staatsangeh\u00f6riger, die im Laufe des Zweiten Weltkriegs in Engelskirchen gestorben sind, aufgef\u00fchrt. Sie waren allerdings keine Zwangsarbeiter, sondern schon l\u00e4nger im Raum Engelskirchen ans\u00e4ssig.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/das-verbrechen-von-hommerich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Das Verbrechen von Hommerich<\/a><\/h2>\n\n\n\n<p>Auf dem Friedhof Engelskirchen befindet sich zwischen zwei Koniferen ein kyrillisch beschrifteter Gedenkstein:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/sammelgrabRussen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"667\" height=\"1000\" data-id=\"1360\" src=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/sammelgrabRussen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1360\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/sammelgrabRussen.jpg 667w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/sammelgrabRussen-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 667px) 100vw, 667px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Tafel-Kontrast-k.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"663\" data-id=\"1361\" src=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Tafel-Kontrast-k.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1361\" srcset=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Tafel-Kontrast-k.jpg 800w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Tafel-Kontrast-k-300x249.jpg 300w, https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Tafel-Kontrast-k-768x636.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Der Text auf dem Gedenkstein lautet in deutscher \u00dcbersetzung:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Hier liegen die Gebeine von dreiundf\u00fcnzig im Krieg in den Jahren 1941 &#8211; 1945 verstorbenen russischen B\u00fcrgern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei den dort bestatteten Toten handelt es sich zum gr\u00f6\u00dften Teil um Kriegsgefangene, die im Lager Hommerich zu Tode kamen. Dort \u00fcbte von Mitte Dezember 1941 bis Ende Februar 1942 ein besonders brutaler Lagerkommandant eine grausame Herrschaft aus, der in zweieinhalb Monaten \u00fcber vierzig Kriegsgefangene zum Opfer fielen. Ihre Leichen wurden zum Teil auf einer Lichtung in der N\u00e4he verscharrt, zum Teil in Hohkeppel beerdigt. In der Nachkriegszeit wurden sie nach Engelskirchen umgebettet. Die Namen der Opfer aus Hommerich und der weiteren Toten im Massengrab sind nicht bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der T\u00e4ter von Hommerich wurde 1950 verurteilt, mehr zu den Geschehnissen im Lager und zum Gerichtsurteil auf der Seite <a href=\"https:\/\/www.oberberg-ist-bunt.org\/wordpress\/das-verbrechen-von-hommerich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">&#8222;Das Verbrechen von Hommerich&#8220;<\/a>   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Engelskirchen war ein wichtiger Verkehrs-Knotenpunkt (u.a. war dort der Anschluss der Kleinbahn ins Leppetal zu den dortigen Stahlwerken) und wurde in den letzten Kriegswochen massiv bombardiert. Hunderte Tote wurden in Massengr\u00e4bern beigesetzt, dabei wurden nicht alle Leichen identifiziert. 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